Schlagzeilen zum Thema FSC lassen sich immer schreiben. Der Negativ-Journalismus über das Thema FSC hat eine lange Tradition und es stimmt, dass sich ab und zu Skandale ereignen, die sicher nicht positiv für die Marken FSC, Greenpeace und WWF sind.
Dank FSC und dem WWF ist die Bevölkerung für das Thema Raub- und Tropenholz sensibilisiert worden. Grosse Teile des Schweizer Waldes sind FSC-zertifiziert und zahlreiche Betriebe und Hersteller von Holzwaren profitieren davon.
Wie die Vergangenheit zeigt, können Labels, Personen und Organisationen angegriffen werden, um Veränderungsprozesse herbeizureden oder diese sogar zu provozieren. Die Holzwirtschaft in Deutschland freut sich scheinbar, wenn WWF,
FSC und IKEA negativ in den Schlagzeilen erscheinen. Alles wegen des Fehlverhaltens von Zulieferfirmen, geschickt gestreuten Medienmeldungen und zitierten Diplomarbeiten.
Wollen wir diesen Trend in der Schweiz übernehmen? Käufer und Käuferinnen von Holz, Möbeln, Schreinerarbeiten haben Vertrauen gefunden in FSC und zertifizierte Produkte aus dem Schweizer Wald. Die Deklaration von Holz und Holzwerkstoffen ist ebenfalls auf gutem Weg, und die fortschrittlichen Grossverteiler, Sägereibetriebe, Holzwerkstoffhändler, Schreinerei- und Zimmereibetriebe begehen immer mehr den Weg der Nachhaltigkeit.
Ist es wirklich nötig, alte Geschichten in der SchreinerZeitung aufzuwärmen und Stimmen zu veröffentlichen, die je nach Situation und Geldbeutel FSC-Produkte anbieten? FSC ist zur Norm geworden, damit lässt sich für kein grosses Geld mehr verdienen. Einzig die Umwelt dankt es uns. Wäre es nicht Zeit, Artikel über Betriebe, Produkte und Entwicklungen zu bringen, die in Sachen Umwelt Zeichen setzen? Den ewig Gestrigen überlassen wir lieber die Politik mit Intrigen und gezinkten Karten.
Walter J. Zürcher, Konzeptforum, 3652 Hilterfingen

