Holzbau. Schrauben und Nägel sucht man beim Tamedia-Neubau in Zürich vergeblich. Dafür gibt es Architektonische Kunst, Höchstleistungen der Ingenieure und handwerkliches Können zu sehen.
Die Baustelle des neuen Tamedia-Gebäude an der Sihl in Zürich stösst auf breites Interesse. Passanten staunen im Vorbeigehen und Architekten, Ingenieure und Holzbaufachleute aus dem In- und Ausland lassen sich durch die Baustelle führen. «Wir sind stolz mit unserer Arbeit an der Entstehung eines einzigartigen Holzbaus beteiligt zu sein. Denn seine tragende Elemente halten ohne Schrauben und Nägel zusammen», sagt Christoph Meier, Mitglied der Geschäftsleitung von SJB.Kempter.Fitze AG und verantwortlich für den Bereich Holzbau.
Das Ostschweizer Ingenieurbüro arbeitet beim Neubau des Zürcher Medienunternehmens nicht das erste Mal mit dem japanischen Stararchitekten Shigeru Ban zusammen. Auch beim fertiggestellten Centre Pompidou in Metz sowie beim geplanten neuen Hauptquartier der Swatch-Gruppe in Biel war beziehungsweise kommt man nicht ohne Schweizer Know-How aus.
Die Konstruktion einfach aussehen lassen
«Das Einfache ist oft das Schwierigste», sagt der Ingenieur Christoph Meier, wenn er von der Zusammenarbeit mit Shigeru Ban erzählt. Das Faszinierende bei solchen innovativen Projekten im Holzbau sei es, eine auf den ersten Blick einfache Konstruktion technisch so zu realisieren, dass sie am Ende wieder ganz einfach aussehe. Nebst den statischen Berechnungen galt es strenge Brandschutzvorschriften zu beachten und den Ablauf auf dem Bauplatz zu planen.
Grösster Holzrahmenbau der Schweiz
Gefertigt hat die Elemente das Holzbauunternehmen Blumer Lehman AG in Gossau. Sie werden auf der Baustelle zusammengesteckt und mit einem Kran aufgerichtet. Anschliessend montieren die Zimmerleute die 5,5 Meter langen Querbalken.
Wenn der Rohbau fertig gestellt und die Boden- und Deckenelemente – sie bestehen ebenfalls aus Holz – eingefügt sind, folgt eine Fassade aus Glas. Das Bürogebäude an der Sihl ist der bisher grösste Holzrahmenbau der Schweiz, rund 2000 Kubikmeter Fichtenholz werden dafür verbaut.
www.sjb.chwww.blumer-lehmann.chVeröffentlichung: 19. Juni 2012
Bildstrecken
Artikel zum Thema
Koffein-Kick ohne Kabel mit der «EasyMoka» von Bosch
Stefan Hilzinger macht den Test. Mangels Werkstatt oder Baustelle durfte die «EasyMoka», die neue Akku-betriebene Kaffeemaschine von Bosch, in den Sommerferien mit auf die Wanderung zu den Surettaseen oberhalb Splügen GR. Nach 500 Höhenmetern kam die Dosis an Koffein für den Blattmacher genau im rechten Moment.
mehr
Produktionsstandort Schötz wird weiter ausgebaut
Die Renggli AG investiert in ihren Standort in Schötz und baut diesen aus. Die Produktionskapazität wird damit um 25 Prozent gesteigert. Die neue Halle soll im zweiten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden.
mehr
Die IPA-Projekte der Schreiner48 Academy von 2022
PaidPost. Jedes Jahr steht bei den Schreiner-Lernenden die IPA an: die praktische Arbeit, die innert vorgegebener Zeit hergestellt wird. Hier die diesjährigen Projekte.
mehr