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Übung macht den Meister

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Berufsmeisterschaften.  Vier Appenzeller bereiten sich auf die überregionale Ausscheidung der Schreinermeisterschaften vor.

Sie haben sich bei den Sektionsmeisterschaften des Appenzeller Schreinermeisterverbandes durchgesetzt. Jetzt wollen sie auch in der nächsten Runde bestehen. Dafür trainierten Andreas Dobler (Appenzell), Simon Knechtle (Teufen), Stefan Enzler (Waldstatt) und Reto Mösli (Gais) eine Woche lang intensiv an der Holzfachschule in Teufen.

Konzentriert und motiviert arbeiten die vier Lehrlinge an ihren Möbeln. Das Übungsobjekt ist ein kleiner Sekretär, bestehend aus einem massiven Gestell und einem Korpus. Damit werden beide Kategorien Bauschreiner und Möbelschreiner geübt, was auch an der überregionalen Ausscheidung verlangt wird. Die grösste Herausforderung seien die Verbindungen, wie alle vier Kandidaten bestätigen. Doch auch die halbrunde Verstrebung des Gestells sei nicht einfach und beanspruche Konzentration und Feingefühl. Nicht zu vergessen sei auch die Arbeitsplanung, die ebenfalls bewertet wird.

Konkurrenz

Der Sekretär, wie ihn die Jungs in einer Woche angefertigt haben, war vor einigen Jahren die Wettbewerbsaufgabe an der Schweizermeisterschaft. Doch hatten die Teilnehmer damals mit vier Tagen einen Tag weniger Zeit zur Verfügung, was die diesjährigen Kandidaten stutzig macht: «Wo kann dieser Tag eingespart werden?» Ein Unterschied besteht sicherlich darin, dass beim Training Fragen gestellt und Unsicherheiten besprochen werden können. Und dann wird auch mal wieder gescherzt, wenn zum Beispiel lautstark ein Hammer zum Einsatz kommt, weil eine Verbindung nicht so passt, wie sie sollte. Doch die lockere Atmosphäre täuscht, meinen die Lehrlinge. Da sie zu viert im Raum arbeiten, herrscht eine gesunde Konkurrenz.

Die Lehrlinge schätzen diesen Druck, den sie alleine im Lehrbetrieb nicht hätten. So wird etwas Wettkampfgefühl simuliert. Auch nebst der Arbeit im Team bietet die Appenzeller Holzfachschule in Teufen optimale Rahmenbedingungen: genügend Platz, Werkzeuge und Maschinen sind vorhanden. Und mit ihrem Trainer Thomas Meier steht den Jungschreinern ein kompetenter Fachmann zur Seite, welcher auch schon als Experte bei Meisterschaften gewirkt hat.

Nächster Showdown im März

Der nächste Termin ist vom 11. bis 17. März. Dann werden sich in Lugano die 30 Besten Schreinerlehrlinge aus den Gebieten Ostschweiz und Tessin miteinander messen. Die Aufgabe beinhaltet ebenfalls einen Massivholz- und einen Möbelschreiner Teil. 14 Stunden, auf zwei Tage verteilt, haben die Teilnehmer Zeit, um sich vor den Experten zu beweisen. Denn nur die drei Bestplatzierten schaffen es in die Nationalmannschaft und können schliesslich um den Titel des Schweizermeisters kämpfen.

Noch aber sind die Aufgaben für Lugano unbekannt. Diese werden vorgängig bekannt gemacht, damit die Kandidaten das Material bereitstellen können. Schliesslich wird auch eine Planskizze einige Tage im Voraus veröffentlicht. Darauf sind die vier Appenzeller schon jetzt gespannt. Schliesslich haben alle dasselbe Ziel: eine Runde weiterkommen.

Clemens Fässler (pd)

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