Beschlägehersteller erneut massiv gebüsst


Bild: Butch, fotolia.com


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Am 11. November 2010 titelte die SchreinerZeitung «Harte Strafen für Preisabsprachen» und ging in diesem redaktionellen Artikel auf die Sanktionen der Wettbewerbskommission der Schweiz (Weko) gegen verschiedene Firmen im Bereich Fensterbeschläge ein. In diesem Zusammenhang wurden gegen namhafte Unternehmen Bussen in Millionenhöhe verhängt. Noch heute ist eine Beschwerde von drei Firmen gegen diesen Entscheid hängig.
Nun hat auch der europäische Raum seinen Preisabsprache-Skandal. Nicht weniger als neun im Bereich Fensterbeschläge tätige Firmen sind direkt in diesen Fall verwickelt und bezahlen insgesamt Geldbussen von fast 86 Mio. Euro. Die Unternehmen verstiessen mit ihrer Beteiligung an einem Kartell, in dem sie gemeinsame Preiserhöhungen vereinbarten, gegen das EU-Kartellrecht.
Die Firmenverantwortlichen trafen gemäss Untersuchungen von November 1999 bis Juli 2007 wettbewerbswidrige Absprachen und schadeten damit den Käufern von Fenstern in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums. Bei den Kartellmitgliedern handelt es sich um die deutschen Unternehmen Roto, Gretsch-Unitas, Siegenia, Winkhaus, Hautau, Fuhr und Strenger sowie um die Unternehmen Maco (Österreich) und AGB (Italien). Im Rahmen der Kronzeugenregelung wurde Roto die Geldbusse vollständig erlassen, da dieses Unternehmen als erstes Informationen über das Kartell vorgelegt hatte.
Die Geldbussen für Gretsch-Unitas und Maco wurden aufgrund ihrer Mitwirkung an der Untersuchung um 45% beziehungsweise 25% ermässigt. Im Einzelnen wurden folgende Geldbussen verhängt:
Die Unternehmen Siegenia, Winkhaus und Roto spielten bereits im Schweizer Fall eine nicht unwesentliche Rolle.
Veröffentlichung: 12. April 2012 / Ausgabe 15/2012
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