Cyncly ergänzt sein Portfolio mit der Übernahme von Imos


Ein Mitarbeiter arbeitet an einer Produktionsanlage. Symbolbild: Cyncly


Ein Mitarbeiter arbeitet an einer Produktionsanlage. Symbolbild: Cyncly
Der britische Anbieter von Software für die Möbel- und Einrichtungsbranche Cyncly betreut Möbelhersteller jeder Grössenordnung. In dessen Prozess gab es bislang eine Lücke: Den technischen Schritt, bei dem aus einem fertigen Entwurf maschinenfähige Produktionsdaten erstellt werden. Mit der Übernahme von Imos wird diese nun geschlossen.
Cyncly, ein weltweiter Anbieter von Software für die Möbel- und Einrichtungsbranche mit Hauptsitz in Grossbritannien, hat die Imos AG in Herford (D) übernommen. Mit der Übernahme baut Cyncly sein Portfolio für die Möbelfertigung um die marktführende CAD/CAM-, Integrations- und Automatisierungstechnologie von Imos aus. Damit verfolgt das Unternehmen gemäss Mitteilung ein klares Ziel: Die zentrale, KI-gestützte Plattform für Möbelhersteller zu werden, die den gesamten Ablauf von der Konstruktion bis in die Fertigung begleitet.
Imos ist bekannt für Fertigungssoftware für die Möbelfertigung, vom Einzelstück bis zur Serie. Die Software überführt die Konstruktion in fertigungsreife Daten: präzise Stück- und Schnittlisten, optimiertes Nesting und produktionsreife CNC-Programme. Weltweit arbeiten über 5000 Hersteller in mehr als 100 Ländern mit Imos.
Cyncly bietet der Möbelfertigung schon heute Lösungen und bedient Hersteller jeder Grösse. Imos ergänzt dieses Portfolio um komplementäres Know-how und Konstruktionskompetenz, genau an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Maschine. Für Hersteller entsteht so ein durchgängiger, vernetzter Ablauf: Auf Basis echter Fertigungsdaten sparen sie Material, erkennen Fehler bereits vor dem Zuschnitt und verkürzen die Durchlaufzeit vom Auftrag bis zur Maschine. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Für den Schweizer Markt ist die Homag (Schweiz) AG in Höri ZH Ansprechpartnerin für Imos. «Für unsere Kunden ändert sich nichts: Imos bleibt Imos», sagt Marco Süsstrunk, Key Account Management und Marketing bei Homag. «Wir werden die Imos-Marke, die Organisation, unsere bestehenden Verantwortlichkeiten und vor allem die Kundenbeziehungen weiterverfolgen und pflegen. Ganz einfach gesagt: Es gab einen Eigentümerwechsel, aber für unsere Geschäftsbeziehungen ändert sich nichts.»
Nicole D'Orazio
Veröffentlichung: 25. August 2026