An den Koch Days konnten die Besucher das Handwerk hautnah erleben


Als Neuheit bei den Koch Days, lockte die Hands-on Area mit ihren Präsentationen viele Interessierte an. Bild: Monika Hurni


Als Neuheit bei den Koch Days, lockte die Hands-on Area mit ihren Präsentationen viele Interessierte an. Bild: Monika Hurni
Fachmesse. Über 90 Ausstellende nutzten am Donnerstag und Freitag vergangener Woche die Plattform der Koch Days um Neues vorzustellen, Bewährtes in Erinnerung zu rufen und sich mit ihren Kundinnen und Kunden in einem entspannten Rahmen auszutauschen.
Es schien, als hätte das Fachpublikum bereits gespannt gewartet, bis die Koch Days gemäss ihrem Dreijahresrhythmus wieder stattfinden, denn gleich zur Öffnung der Türen strömte am Donnerstag vergangener Woche eine grosse Anzahl an Besuchern in die Halle 5 der Messe Zürich in Oerlikon. Der zweitägige Anlass in Zürich war der Auftakt für die Messeserie der Koch Gruppe an vier unterschiedlichen Standorten in der Deutschschweiz und der Romandie. Mit einem bewährten Konzept fungieren die Koch Days als Treffpunkt der Holz- und Baubranche. Gemäss dem Motto «Handwerk hautnah» wartete die Messe in diesem Jahr neben den Ständen von über 90 Marken erstmals auch mit einer Hands-on Area auf, in der das Fachpublikum ausgewählte Produkte und Lösungen direkt in einer Präsentation kennenlernen, erleben und teilweise auch gleich selber ausprobieren konnten.
Die Profix AG nutzte die neue Plattform, um ihren Injektionsmörtel «Profix Pit+» zu präsentieren. Der Fachmann führte die Anwendung in bei Beton, Backstein und dem Porenbeton Ytong vor und zeigte damit die vielseitigen Einsatzgebiete des Polymermörtels auf. Das Produkt ist für den Einsatz im Trinkwasserbereich geeignet und, mit der ETA-Zulassung nach Option 1, auch für gerissenen Beton zugelassen. Als weitere Vorteile strich der Experte die schnelle Aushärtung und die hohe Tragfähigkeit des des 2-Komponentenmörtels heraus. Letztere bewies er an der Livepräsentation mit einem Ausrisstest beim Beton. Dabei hielt die für 860 kg zugelassene Befestigung fast 3 Tonnen. Der Experte betonte dabei allerdings, wie wichtig es sei, einen Hohllochbohrer mit Absaugung zu verwenden oder das Loch ansonsten gründlich auszublasen und zeigte gleich auch den Unterschied auf: Ohne das Ausblasen erfüllte die Befestigung zwar noch immer den erforderten Wert, lag aber lediglich bei einer knappen Tonne.
Die Plattform der Hands-on Area nutzte auch die Festool Schweiz AG um ihr Exoskelett «ExoActive» zu präsentieren. Das pneumatische, mit einem 18-Volt-Akku betriebene System bietet aktive Entlastung von bis zu 50 Newton – in etwa 5 kg – bei Arbeiten über Kopf. Dies je nach Anwendung über eine Dauer von bis zu 5 Stunden. Die Unterstützungsleistung sind individuell einstellbar und lassen sich so auf unterschiedliche Anwendungen anpassen. Das Exoskelett verfügt über drei vordefinierte Arbeitsbereiche: ab Becken aufwärts, ab Brust aufwärts oder über Kopf. Daneben können mit Hilfe der Festool App weitere Profile ausgewählt werden. Wie sich an der Präsentation zeigte, kann das Exoskelett, ähnlich einem Rucksack, mühelos auf den Körperbau und die Grüsse unterschiedlicher Personen angepasst werden.
Kmd, der Spezialist für LED-Lichtlösungen und Schalttechnik präsentierte mit «Kiny» eine neue Schalterkollektion für Leuchten mit dem X‑Driver-Netzteil. Die Taster funktionieren ohne Stromversorgung oder Batterie. Das Drücken des Schalters erzeugt kinetische Energie, welche in der Folge in elektrische Energie umgewandelt wird und ein Funksignal an das im X‑Driver integrierte Steuermodul sendet. Dank seiner sehr kompakten Bauform lässt sich «Kiny» als Steuerungskomponente für moderne LED-Lichtkonzepte dezent in Möbel, Schränke und Regale integrieren. «Kiny» ist für die Steuerung von einem, zwei oder drei Kanälen erhältlich, von denen jeder aus einer unbegrenzten Anzahl an X-Drivern besteht, sofern diese maximal 25 Meter entfernt sind. Die Lichtquellen können je nach angeschlossenem Steuerungsgerät stufenlos gedimmt werden.
Nicht ganz neu, jedoch neu im Sortiment bei der Koch AG sind die Kreissägeblätter des Herstellers «DLTsaw», welche an den Koch Days von der HWS AG gezeigt wurden.
Die Sägeblätter basieren auf der Diamant-Laser-Technologie (DLT). Mittels modernster Lasertechnologie werden bei den diamantbestückten Sägeblättern Zahnformen erarbeitet, die exakt auf Material, Maschine und Anwendung abgestimmt sind. Damit stehen die Kreissägeblätter einerseits für eine hohe Schnittqualität und andererseits für lange Standzeiten.
Mit einer Neuigkeit wartete Woodcoat auf. Der Spezialist für Pulverbeschichtungen zeigte an den Koch Days zum ersten Mal seine FLP Möbelfronten, welche Tiefenfräsung, Oberflächenlaserbearbeitung und Pulverbeschichtung auf MDF vereinen. Nachdem Woodcoat vor gut zwei Jahren erstmals die Kombination von Lasertechnologie und Pulverbeschichtung auf Holz gelungen war, eröffnet sich nun mit der zusätzlichen Tieffräsung eine enorme Gestaltungsfreiheit.
Eine Neuentwicklung hielt auch die RWDM GmbH für die Messebesucher bereit. Mit dem «nexu x» hat sie einen neuen Exzenterverbinder entwickelt. Boden und Seiten des Werkstücks werden mit Bohrungen versehen. Danach wird der Konnektor in den Boden geschoben und der Topf in den Konnektorbolzen geklickt. Durch die Drehung des Topfes nach dem Zusammenfügen der Teile spreizt sich der Kopf des Konnektors und fügt sich form- und kraftschlüssige in die Seite ein. Der «nexu x» ist ab Frühjahr 2027 erhältlich.
Für den «Jö-Effekt» der Messe sorgte die Braun AG mit einem kleinen «Ententeich». Damit demonstrierte sie die Wasserbeständigkeit der Kompaktfaserplatte «Corepel Pure», welche sie seit Januar in ihrem Sortiment hat. Die von Swiss Krono mit der XDF-Technologie (Extreme Density Fibreboard) produzierte Faserplatte verfügt über eine extrem hohe Rohdichte und eignet sich für den Einsatz in feuchten Innenbereichen wie Badezimmern, Schwimmbädern oder Spa-Anlagen, genau so, wie auch für Aussenanwendungen.
Eine Brücke zwischen Innen- und Aussenbereich schlägt auch die Windowmaster Focair AG mit ihren Kettenantrieben. Bei diesen handelt es sich um intelligente, motorisierte Fensteröffner mit ausfahrbarer Stahlkette für die tägliche Komfortlüftung und den Rauch- und Wärmeabzug (RWA). Häufig eingesetzt werden sie – aufgesetzt oder in den Rahmen integriert – in Bürogebäuden, Schulen, Industriebauten und Wohnhäusern.
Die Mafell AG hatte mit ihrem «PF80-18» einen Planfräser mit 18-Volt-Akku im Gepäck. Die kabellose Variante ist vergangenen Herbst als Pendant zum «PF80» auf den Markt gekommen. Der Planfräser hat eine maximale Abtragung von 11 mm und eignet sich für Ast-oder Rissflicke, Restaurationen oder Treppenfräsungen. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit randlos bis ans Bauteil zu fräsen.
Mit direkt nebeneinanderliegenden Messeständen zeigten die Oli Lacke GmbH und Jungo Design ihre enge Zusammenarbeit. Das Worktop Oil von Oli Lacke war ursprünglich nach den Anforderungen von Roger Jungo, dem Gründer des gleichnamigen Unternehmens entstanden und wird von diesem nun für seine Epoxidharzmöbel und -tische eingesetzt. Seine hohe Wasser-und Fettbeständigkeit verdankt das lösemittelfreie Worktop Oil der Mischung aus Lein- und Tungöl. Bei Letzterem handelt es sich um ein chinesisches Öl, das oft im Bootsbau verwendet wird. Neu auf dem Schweizer Markt ist das 2-Komponenten-Farböl «Midnight Black». Jungo setzt es bei schwarz gebeizten Hölzern ein, für einen intensiven Effekt.
Einen intensiven Effekt haben bei den Besucherinnen und Besuchern auch die Koch Days 2026 hinterlassen.
Monika Hurni
Weitere Messedaten:
Die Fachmesse ist jeweils donnerstags von 14 bis 19 Uhr und freitags von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
www.profix.swiss
www.festool.ch
www.woodcoat.ch
www.rwdm.ch
www.km-decor.ch
www.hws-tools.ch
www.braun.ch
www.windowmaster.ch
www.mafell.de
www.jungo-design.ch
www.oli-lacke.de
Veröffentlichung: 15. Juni 2026
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