Die Form der Abschlussprüfung wird angepasst


Die Teilnehmenden der Branchenanhörung konnten ihre Meinung zur Revision der Schreiner-Grundbildungen abgeben. Bild: Nicole D'Orazio


Die Teilnehmenden der Branchenanhörung konnten ihre Meinung zur Revision der Schreiner-Grundbildungen abgeben. Bild: Nicole D'Orazio
Die Totalrevison der Schreiner-Grundbildungen kommt voran. Die generelle Zustimmung zum Vorhaben waren bei den Branchenanhörungen hoch, wie die Auswertung zeigt. Klar ist auch, wie es mit der Abschlussprüfung weitergeht.
Die Form der Abschlussprüfung im künftigen Qualifikationsverfahren gab bei der Branchenanhörung des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) Ende Januar in Zürich am meisten zu diskutieren. Wie viel Individualität soll in der Aufgabe von den künftigen Lernenden der revidierten Schreinergrundbildungen gefordert werden? Besonders bei der EFZ-Prüfung waren sich die 250 Teilnehmenden nicht einig. Das ist nun hinfällig.
Denn die Kantone und deren Prüfungsleiter haben sich gegen die ausgearbeiteten kombinierten Modelle mit betrieblich individuellen und zentral einheitlichen Prüfungsteilen ausgesprochen. Dies teilt der VSSM mit der Auswertung der Branchenanhörungen mit. Aufgrund organisatorischer, finanzieller und inhaltlicher Herausforderungen seien die vorgeschlagenen Prüfungsteile nicht umsetzbar – insbesondere hinsichtlich Bewertung, Zuständigkeiten und Rekursgefahr, lautete die Begründung.
Das bedeutet, dass die praktische Arbeit entweder als Individuelle Praktische Arbeit (IPA) oder als Vorgegebene Praktische Arbeit (VPA) umgesetzt werden könne, schreibt der VSSM. Aufgrund der geforderten Vergleichbarkeit und der Reduktion des Aufwands im Betrieb und da national die VPA bevorzugt wird, haben VSSM und der Westschweizer Verband Frecem entschieden, dass die Ausarbeitung auf Basis der VPA erfolgt. Der Handlungsspielraum für eine mögliche Individualisierung innerhalb der praktischen Prüfung ist dementsprechend begrenzt. Das Projektteam wird aber prüfen, in welchen Elementen Individualisierungen sinnvoll und möglich sind.
«Es ist gut, dass wir nun wissen, wie wir weiter vorgehen können», sagt Melanie Burri, die für die Revision verantwortliche Projektleiterin beim VSSM. «Es freut mich, dass die überarbeiteten Grundbildungen bei den zwei Branchenanhörungen im Allgemeinen auf hohe Zustimmung gestossen ist.»
Derzeit laufen die Übersetzungsarbeiten und die Kommission Berufsbildung und Qualiät behandelt demnächst die Dokumente. Im Juni wird die Grundbildungskommission den Ticketantrag beim Bund einreichen. Die neuen Lehren sollen im Sommer 2028 starten.
Bei der Branchenanhörung Ende Januar 2026 in Zürich und in der Westschweiz konnten die Teilnehmenden ihre Meinung zu vielen Punkten im Rahmen der Revision der zwei Schreiner-Grundbildungen abgeben.
Nicole D'Orazio
Veröffentlichung: 21. April 2026
Bei der Häfele Schweiz AG in Kreuzlingen ist es per 1. April 2026 zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze gekommen. Silvan Scheiwiller hat das Zepter an Oliver Kress übergeben.
mehr
Die Nachfrage nach lokaler Präsenz in den USA steigt. Die Obrist Interior übernimmt deswegen die US-Produktionsfirma Display Craft Manufacturing Co. in Baltimore.
mehr
PaidPost. Jedes Jahr steht bei den Schreiner-Lernenden die IPA an: die praktische Arbeit, die innert vorgegebener Zeit hergestellt wird. Hier die diesjährigen Projekte.
mehr