Frauen machen Handwerk

Lukas Jampen zeigt den Teilnehmerinnen eine Dachsanierung. Bild: Michael Nussbaum

Jampen ag.  Eine Weltmeisterin, eine Investorin und viel Holz: Ditaji Kambundji und Carolina Müller-Möhl besuchten die Jampen AG und lernten das Holzhandwerk gemeinsam mit den Lernenden aus nächster Nähe kennen.

Für einen Nachmittag hiess es selbst Hand anlegen, statt nur zuzuschauen: Weltmeisterin im Hürdenlauf Ditaji Kambundji und Investorin und Philanthropin Carolina Müller-Möhl besuchten am vergangenen Donnerstag die Jampen AG in Seftigen BE. Gemeinsam mit den Lernenden machten sie sich ein Bild davon, wie auf der Baustelle und in der Werkstatt gearbeitet wird, und griffen schliesslich selbst zu Schleifmittel und Öl. Der Anlass stand unter dem Motto «Frauenpower in der Holzbranche» und rückte die Berufslehre, Frauen im Handwerk und den Nachwuchs in den Fokus. Kambundji ist zugleich Botschafterin des Unternehmens.

Vom Dach in die Halle

Begleitet wurde der Anlass auch von Verwaltungsrätin Anouk Marazzi sowie Sarah Schläppi, Verwaltungsratspräsidentin der Jampen AG. Inhaber Lukas Jampen und Geschäftsführerin Fabienne Walther führten die Gäste zunächst auf eine nahe gelegene Baustelle. Dort stiegen sie gemeinsam auf die Dachlattung eines Hauses und besichtigten eine laufende Dachsanierung. Jampen erklärte die ausgeführten Arbeiten und beantwortete Fragen. Zurück auf sicherem Boden ging es für die Zuschauerinnen in die Montagehalle der Zimmerei, wo die gross dimensionierten Holzelemente produziert werden.

An die Bretter

Nun war Selbermachen angesagt: In der Werkstatt übernahmen die Lernenden Angelina Peyer und Zoe Schmid die Führung. Peyer ist aktuell im vierten Lehrjahr als Schreinerin, Schmid befindet sich im gleichen Lehrjahr. Sie hat sich jedoch für die Ausbildung zur Zimmerin entschieden. Die beiden zeigten den Gästen, wie ein Apérobrett nach der CNC-Bearbeitung geschliffen und dann professionell geölt wird. Mit Unterstützung der beiden Lernenden packten diese danach selbst mit an und bearbeiteten ihr eigenes Brett.

Fast 100 und trotzdem jung

In der Firma spielt der Berufsnachwuchs eine wichtige Rolle; so sind rund ein Drittel der 45 Mitarbeitenden Lernende. Die Jampen AG wird in vierter Generation geführt und feiert 2027 ihr 100-jähriges Bestehen. Als Mischbetrieb verbindet sie Holzbau und Schreinerei. Zum Tätigkeitsgebiet gehören unter anderem Dach- und Fassadensanierungen, Aufstockungen und grössere Holzbauprojekte sowie Schreinerarbeiten wie Schränke, Türen, Fenster und Terrassenböden.

www.jampen.swiss

Michael Nussbaum

Veröffentlichung: 05. November 2026 / Ausgabe 45/2026

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