Mehr als eine neue Anlage


Die Gäste erhielten bei der Eröffnungsfeier Einblick in die neue Zuschnittanlage «Robo» und deren Zusammenspiel von Lagertechnik und automatisiertem Zuschnitt. Bild: Noah Gautschi


Die Gäste erhielten bei der Eröffnungsfeier Einblick in die neue Zuschnittanlage «Robo» und deren Zusammenspiel von Lagertechnik und automatisiertem Zuschnitt. Bild: Noah Gautschi
Die Kuratle & Jaecker AG feierte am 29. Oktober ihre neue Zuschnittanlage «Robo 26» und zeigte auf, wie sie damit Automatisierung, Digitalisierung und flexible Prozessen umsetzt.
Am 29. Oktober hat die Kuratle und Jaecker AG in Leibstadt AG ihre neue Zuschnittanlage «Robo» offiziell eröffnet. Nach rund vier Jahren Planung wurde die Anlage innerhalb von neun Wochen aufgebaut und produziert bereits seit dem 17. Juli 2026. Für die Realisierung waren 26 Lastwagenlieferungen sowie eine Investition im höheren Millionenbereich nötig. Auf rund 400 m² kombiniert «Robo» zwei Homag-Sawteq-Zuschnittlösungen mit automatisierter Lagertechnik. Eine Säge-Roboter-Kombination arbeitet vollautomatisch und erreicht etwa die dreifache Leistung eines herkömmlichen Zuschnitts. Die zweite arbeitet halbautomatisch mit vergleichbarer Leistung wie bisher, bietet dafür aber mehr Flexibilität, etwa bei Werkstoffen, die sich nicht automatisch handhaben lassen. So können Standardaufträge effizient automatisiert und Sonderfälle weiterhin flexibel bearbeitet werden.
Für Roger Kuratle steht hinter der Investition nicht allein die Technik. «Robo» soll dazu beitragen, die Dienstleistungen für die Schweizer Kundschaft einfacher und effizienter zu gestalten und möglichst viel Wertschöpfung innerhalb der Schweizer Holzbranche zu halten. Entscheidend sei dabei das Zusammenspiel von Technik, Prozessen, Digitalisierung und Mitarbeitenden. Ab dem ersten Quartal 2027 soll zudem ein neuer Zuschnittkonfigurator in den ebenfalls neu geplanten Webshop integriert werden und die digitale Bestellung des Zuschnitts weiter vereinfachen.
Einen anderen Blick auf den Kundenkontakt brachte Gastreferentin Zita Langenstein ein. Unter dem Titel «Reklamationen sind ein Fest» zeigte sie anhand ihrer Erfahrungen aus der Dienstleistungswelt auf, wie Unternehmen mit Reklamationen umgehen können. Dabei stellte sie den Dienstleistungsgedanken ins Zentrum: Wir alle dienen. Im Umgang mit Reklamationen gelte es deshalb auch, den gewünschten Umgang mit der Kundschaft gegenüber den eigenen Mitarbeitenden vorzuleben.
Noah Gautschi
Veröffentlichung: 30. Oktober 2026
Die Balti AG, Spezialistin für Prozesslösungen im Bereich Hotmelt-Applikation aus Baar ZG, wird von der Robatech übernommen und bleibt bleibt als eigenständige Gesellschaft in der Gruppe bestehen. Rebekka Reichmuth übernimmt die Leitung.
mehr
PaidPost. Jedes Jahr steht bei den Schreiner-Lernenden die IPA an: die praktische Arbeit, die innert vorgegebener Zeit hergestellt wird. Hier die diesjährigen Projekte.
mehr