Schicht für Schicht zum Schweizer Ski


André Henzen erklärte Aufbau und Konstruktion des Ski-Kerns. Bild: Michael Nussbaum


André Henzen erklärte Aufbau und Konstruktion des Ski-Kerns. Bild: Michael Nussbaum
Die Fachgruppe Wagnerei und Skibau des VSSM durfte einen Blick in die Produktion der Stöckli Manufaktur in Malters werfen. Dabei erhielten die Teilnehmenden viele spannende Infos. Zum Beispiel, welche Holzarten alle im Kern eines Ski verbaut werden.
Holz, Kunststoff, Aluminium, Fiberglas, Stahl und weitere Materialien: Ein Ski besteht aus deutlich mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wie die einzelnen Schichten zu einem fertigen Ski werden, erfuhren Mitglieder und Freunde der Fachgruppe Wagnerei und Skibau am Freitag, 9. Oktober 2026, bei einer Betriebsbesichtigung der Stöckli Manufaktur in Malters LU.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Unternehmens ging es direkt in die Herstellung. André Henzen, Leiter Einkauf und Produktionsplanung bei Stöckli, führte die Gruppe durch die einzelnen Fertigungsschritte und erklärte anhand von Mustern den vielschichtigen Aufbau der Ski. Je nach Modell entstehen so im Sandwich-Prinzip Konstruktionen aus bis zu einem Dutzend aufeinander abgestimmten Materiallagen, die mit Araldit-Klebstoff unter hohem Druck und mit Hitze während 23 Minuten verpresst werden.
Für die Holzkerne wird Esche eingesetzt, aber auch Pappel und Buche finden ihren Platz im Innern. Obwohl viele Arbeitsschritte automatisiert sind, bleiben handwerkliches Können und ein geschultes Auge unverzichtbar. So müssen die einzelnen Ski paarweise aufeinander abgestimmt und die passenden Gegenstücke gefunden werden, was bei rund 80 000 Skipaaren pro Jahr eine Menge ist.
Michael Nussbaum
Veröffentlichung: 15. Oktober 2026 / Ausgabe 42/2026
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