Schreinerberuf auf Platz sieben der Beliebtheitsskala

Blick in eine Schreinerei: Ein Lernender arbeitet konzentriert. Archivbild: Beat Baschung (VSSM)

Der Beruf der Schreinerin beziehungsweise des Schreiners erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit. Von den Schweizer Jugendlichen, die im Sommer 2025 nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre begannen, wurde der Schreinerbruf an siebter Stelle genannt. 

Super News für die Schreinerbranche: Der Beruf der Schreinerin bzw. des Schreiners hat es in der Beliebtheitsskala von Jugendlichen im letzten Jahr auf den siebten Platz geschafft.

Das gfs Bern hat im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI zwischen Juli und September 2025 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren am Ende der obligatorischen Schulzeit zu ihrer Zukunft befragt. Daraus entstand das Nahtstellenbarometer für das zweite Halbjahr 2025. 

Beide Seiten werden befragt

Ziel des Nahtstellenbarometers sei die Erfassung von Bildungsentscheiden von Jugendlichen am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit und das Einschätzen der Situation auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt, heisst es auf der Website. Zu diesem Zweck werde jährlich eine dreisprachige Online-Umfrage in zwei Erhebungswellen (April/März und August) bei Jugendlichen im Alter von 15-17 Jahren (Ausnahme Tessin: 14-16-Jährige) und Unternehmen mit mindestens zwei Angestellten durchgeführt. Die Ergebnisse der zweiten Umfragewelle von 2025 basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1943 Jugendlichen und 3927 Unternehmen in der ganzen Schweiz. 

Nur ein handwerklicher Beruf noch beliebter

Von jenen Jugendlichen, die eine Lehre begannen, wurde Schreiner/in EFZ als siebthäufigster Beruf genannt. Die beliebtesten Berufe sind Kauffrau/mann, Fachfrau/mann Gesundheit und Detailhandelsfachfrau/mann. Die Polymechaniker/innen liegen als erster handwerklicher Beruf auf dem fünften Platz. Auch die Berufe Logistiker/in, Automobilmechatroniker/in sowie Elektroinstallateur/in haben es in die Top Ten geschafft.

Unter den Jugendlichen, die 2025 eine berufliche Grundbildung begonnen haben, finden sich erneut mehr Männer (24’222/56 Prozent) als Frauen (18’763/44 Prozent). Dieses Geschlechterverhältnis hat sich bis anhin als relativ stabil erwiesen.

90 Prozent der Lehrstellen führen zu einem eidgenössischen Fahigkeitszeugnis

Für das Nahtstellenbarometer wurden, wie erwähnt, auch Unternehmen befragt. 56 Prozent davon bilden Lernende aus. Sie boten 2025 insgesamt 87’342 duale berufliche Grundbildungen mit Ausbildungsstart im Sommer 2025 an. Stabile 90 Prozent der 2025 vergebenen Lehrstellen seien berufliche Grundbildungen, die zu einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) führen, heisst es. Bei den übrigen 10 Prozent handelt es sich um berufliche Grundbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA).

Lehrstellenzahl blieb konstant

Der Grossteil der ausbildenden Unternehmen hat das Lehrstellenangebot 2025 verglichen mit dem Vorjahr 2024 konstant gehalten (72 Prozent). 12 Prozent der Unternehmen bieten mehr Lehrstellen an als im Vorjahr, 8 Prozent weniger.

Mangelhafte Schulnoten und sprachliche Defizite

Als häufigste Gründe für unbesetzte Lehrstellen geben Unternehmen an, dass sie nur ungeeignete oder keine Bewerbungen erhalten haben. Als konkrete Makel bei Bewerbungen auf Lehrstellen nennen Unternehmen am häufigsten mangelhafte Schulnoten. Ebenfalls weit verbreitet sind sprachliche Defizite wie Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie eine unklare Motivation bzw. unpersönliche Bewerbungen. Rund ein Drittel der Unternehmen berichtet von einer schlechten Passung zwischen Bewerbung und Berufsanforderungen, knapp dahinter folgen fehlende Berufsvorstellungen oder unrealistische Erwartungen.

Nicole D'Orazio

Veröffentlichung: 13. Januar 2026

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