Baustellenbrände vermeiden

Auf dieser Baustelle in Frick ist ein Brand ausgebrochen. Symbolbild: Kantonspolizei Aargau

Brandschutz.  Defekte elektrische Geräte, unsachgemäss verwendete Akkus oder beschädigte Kabel können zur Brandgefahr werden. Das Merkblatt «Brandverhütung auf Baustellen» zeigt die wichtigsten Risiken auf.

Von der Bauherrschaft über die Bauleitung bis zu den Handwerkern: Alle tragen dazu bei, Brände auf Baustellen zu verhindern. Ein Instrument sei das Brandverhütungskonzept, wie es in einer Mitteilung der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) heisst. Es regelt Verantwortlichkeiten und Abläufe und wird auf das Bauvorhaben und dessen Phasen abgestimmt. Dabei sind die rechtlichen Grundlagen, die Regeln der Technik, die spezifischen Anforderungen und die Vorgaben der Bauherrschaft zu berücksichtigen.

Brandverhütung betrifft alle

Bereits vor Beginn eines Bauprojekts können Bauherrschaften Voraussetzungen für die Brandverhütung schaffen. Dazu gehört das Einfordern eines Brandverhütungskonzepts und die Beauftragung fachlich geeigneter Unternehmen. Mängel bei der Brandsicherheit sollen sofort angesprochen und behoben werden. Die Planenden und die Bauleitung erstellen das Brandverhütungskonzept und sehen für die Arbeiten genügend Zeit vor. Denn Zeitdruck erhöhe die Brandgefahr, heisst es. Die Bauleitung überprüfe zudem laufend das baustellenspezifische Brandrisiko und sorge für die Umsetzung geeigneter Schutzmassnahmen.

Handwerker achten auf Risiken und ergreifen die erforderlichen Schutzmassnahmen. Eine besondere Rolle spielt dabei der sichere Umgang mit elektrischen Arbeitsmitteln und Geräten.

Aufpassen bei elektrischen Geräten

Um das Brandrisiko zu senken, dürfen nur einwandfrei funktionierende elektrische Arbeitsmittel und Geräte verwendet werden – gemäss den Vorgaben des Herstellers. Wärme erzeugende Geräte wie Baustellenscheinwerfer oder Heizstrahler sind in ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufzustellen. Das gilt auch beim Laden von Akkus und Batteriegeräten, die überhitzen und einen Brand verursachen können. Kabelrollen sind immer vollständig auszurollen.

Die VKF hat ein Merkblatt mit den gängigsten Brandrisiken und wichtigsten Schutzmassnahmen zusammengestellt. Ergänzend stehen tätigkeitsspezifische Checklisten zur Verfügung, darunter eine für den Umgang mit elektrischen Arbeitsmitteln und Geräten. «Denn wirksame Brandverhütung gelingt, wenn alle Beteiligten die Risiken kennen und Verantwortung übernehmen», heisst es.

www.vkg.ch/baustellen

nicole d’orazio

Veröffentlichung: 22. Oktober 2026 / Ausgabe 43/2026

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