Der Auftritt ist gewachsen

Die neue Palette von Team by Wellis, Betten von Rüttimann oder der Tischzugang zwischen den Bänken von Sitzplatz.ch zeigten deutlich, dass Bewegung in die Schweizer Möbelszene kommt. Bilder: Andreas Brinkmann

Tafelrunde.  Die Teilnehmer der Hausmesse verstanden es in diesem Jahr, frischen Wind in ihre Kollektionen zu bringen. Die eigenen Sortimente wurden neu bewertet und auf stimmige Weise erweitert. Dies hat auch zu verschiedenen Kooperationen geführt.

Wohl nirgends sonst können Produkte umfassender gezeigt werden als in der hauseigenen Ausstellung. Das hat vor fünfzehn Jahren einige Schweizer Möbelhersteller aus dem Tisch- und Stuhlbereich dazu bewegt, die «Tafelrunde» ins Leben zu rufen. Seither werden immer Ende März zwischen Seon AG und Wolhusen LU, in den Ausstellungsräumen der Möbelhersteller, deren neuste Produkte vorgestellt.

Neuer Look

Wie das so ist, wenn man fünfzehn Jahre alt wird, ist man bisherigen Vorgaben langsam entwachsen und stellt sich neu dar. Die Tafelrunde zeigte sich dieses Jahr den Händlern entsprechend erwachsener und führte auch Möbel, die über den Essbereich hinausgingen. Vom 29. bis 31. März und am 3. April zeigten 14 Hersteller an fünf Ausstellungsorten eindrückliche Präsentationen. Klar ist, dass Möbel aus der Schweiz etwas Besonderes sind. Neben den Tischen, die technisch immer ausgefeilter und leichtgängiger zu verlängern sind, und den Stühlen, die mit ihren körperumschlies-senden Formen eher an kleine Sessel erinnern, wurden dazu materiell perfekt abgestimmte, passende Korpusmöbel gezeigt. Diese reichten auch klar in den neuen Bedürfnisbereich von Wohnzimmern, die heute eher mit Sideboards und eleganten Hängeschränken bestückt werden. Sie haben somit die klassischen Wohnwände abgelöst. An der diesjährigen Messe war zum ersten Mal auch der Schlafbereich vertreten.

Zukunftsluft

Eine spürbare Brise Richtung Zukunft zog durch die durchwegs sehr präsentablen Ausstellungsräume. Die Hersteller hatten es verstanden, den Heimvorteil zu nutzen und ihre Möglichkeiten etwas umfassender zu zeigen, als das in einer Messehalle machbar wäre. Hausmessen bieten somit auch für die Einkäufer klare Vorteile. Schaut man auf den nördlichen Nachbarn, so sind die Fahrstrecken für solche Anlässe in der Schweiz vergleichsweise kurz.

Was die Brise betrifft, so zeigte sich, dass die Hersteller ihre Kollektionen durch eigene ergänzende Produkte oder mittels enger Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller ergänzen und abrunden. So können beispielsweise komplette Esszimmereinrichtungen angeboten werden, bei denen Stühle, Tische und Sideboards wie aus einem Guss zusammenpassen – und bei denen auch passende Wohnkorpusse erhältlich sind.

www.seetalswiss.chwww.willisauag.chwww.sitzplatz.chwww.spag-moebel.chwww.fubo.chwww.schrank.chwww.blauer.chwww.sit-mobilia.chwww.modular.chwww.ruf-betten.dewww.wimmer-wohnkollektionen.de

ab

Veröffentlichung: 06. April 2017 / Ausgabe 14/2017

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