Die neuen Becken sind gut drauf


Die Wahl eines farbigen Beckens, wie hier von Scarabeo, sorgt dafür, dass Holz einen starken Auftritt hat. Bild: Scarabeo


Die Wahl eines farbigen Beckens, wie hier von Scarabeo, sorgt dafür, dass Holz einen starken Auftritt hat. Bild: Scarabeo
Aufsatzbecken. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Waschtischmöbel mit Aufsatzbecken auszuführen. In der Realität ist das Lavabo oft weiss und manchmal auch noch das Möbel. Wer mehr rausholen möchte, kann auf eine farbenfrohe Formenvielfalt zurückgreifen.
Der Waschtischplatz mit aufgesetztem Lavabo ist beliebt. Das gilt sowohl für die Kunden – denn sonst würden die Hersteller nicht immer weitere Modelle auf den Markt bringen – als auch für den Schreiner. Der Badmacher hat bei aufgesetzten Waschtischen einen entscheidenden Vorteil: er kann das Möbel frei gestalten. Das Spektrum reicht von Säulen, leichten Gestellkonstruktionen, wandhängenden oder stehenden Korpussen bis hin zu dicken Waschtischplatten.
Dem frei wählbaren und gefälligen Design bei Waschtischen mit aufgesetztem Becken stehen konstruktionsbedingt auch Nachteile gegenüber, die man der Kundschaft nicht vorenthalten sollte. In der Ausstellung ohne Wasseranschluss nicht zu sehen, ist das unvermeidbare Spritz- und Kriechwasser bei der Benutzung. Deshalb hat man im Grunde bei Aufsatzbecken einen permanenten Reinigungsaufwand. Dessen sollte man sich bewusst sein. Je nach Form des Beckens und Platzierung der Armaturen können schwer zugängliche Stellen entstehen. Das ist hinderlich bei der Ausführung der Wartungsfuge mit Silikon, aber auch beim Reinigen. Um Pflege und Reinigung einfach zu halten, empfiehlt sich die Platzierung der Armaturen an der Wand. Wer lieber weniger wischen möchte, der sollte besser auf einen fugenlosen Waschtisch zurückgreifen.
Die Möglichkeiten, dem Lavabo einen besonderen Platz zu bieten, sind bei Aufsatzbecken schier grenzenlos. Doch in der Realität sind viele Becken eher unscheinbar, oft weiss, und auch das Möbel ist oft ebenso wenig auffällig. Ein wenig Farbe täte der Sache deshalb öfter durchaus gut. Natürliche Farbtöne und Materialien liegen aktuell im Trend, was aber einem Kontrast nicht im Wege stehen muss. Wer gut kombiniert, holt mehr heraus. Gerade wenn vieles Ton in Ton ist, kann das Lavabo durch Farbe, Form und Material einen Akzent setzen, wie Beispiele vom letzten Salone del Bagno in Mailand zeigen.
Veröffentlichung: 30. Juli 2026 / Ausgabe 31-32/2026
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