Die Schreinernati ist komplett

Konzentrierte Arbeit während des Wettkampfs für die Ausscheidung. Bild: Gian Kaufmann

Schreinernati.  An der Rheintaler Messe Rhema in Altstätten wurden die letzten drei Nati-Mitglieder erkoren. Nach 2014 hat es wieder eine Frau ins Kader geschafft. Nun ist die Nationalmannschaft komplett.

Von den gut 46 500 Besuchern an der Rhema in Altstätten SG hätten sicherlich über zwei Drittel dem Wirken der Schreinerlernenden zugesehen, schätzt Thomas Vogler von den Schreinerfachschulen Buchs SG und Flawil SG. Viele Zuschauer stellten Fragen, wodurch der Schreinerberuf gut ans Publikum vermittelt wurde. Auch der Messeleiter Simon Büchel ist zufrieden und bezeichnet den Wettkampf als Erfolg. Die Stimmung war ausgezeichnet, besonders bei der Rangverkündigung am Sonntag.

Fokussiert und vorbereitet

36 Kandidaten stellten sich der Herausforderung, 2 davon waren Frauen, 1 davon ist jetzt in der Schreinernationalmannschaft. Samanta Kämpf aus Dettighofen TG schaffte es neben dem erstplatzierten Daniel Kunz aus Melchnau BE und dem drittplatzierten Thomas Schmid aus Sonnental SG aufs Podest. Letzterer arbeitet in der Schreinerei Egli AG in Niederstetten SG. Dort hatte bereits Fabio Holenstein, der Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaft, die Lehre absolviert.

Diese drei vervollständigen nun die neunköpfige Nationalmannschaft, die in den nächsten Monaten gemeinsame Trainings und Wettkämpfe austragen wird. Die besten 2 werden die Schweiz 2019 im russischen Kasan vertreten.

Gleiche Aufgabe

Herzustellen gab es den gleichen Beistelltisch aus Eichen- und Eschenholz, wie dies schon vor ein paar Wochen an der zweiten Schreinermeisterschaft in Wetzikon der Fall war. Auch hier wieder innerhalb von 13 Stunden – gehobelt, nicht geschliffen und winklig abgelängt. Klare Favoriten gab es im Vorfeld keine, die besten zehn zeichneten sich erst allmählich während der Bewertung der fertigen Arbeiten ab. Alle Kandidaten wurden innerhalb der vorgegebenen Zeit fertig, alle Innenverbindungen hatten eine enorm hohe Qualität.

Heisse Bedingungen

Die drei besten Arbeiten lagen in der Punktebewertung nur eineinhalb von hundert Punkten auseinander, alle drei hatten nur bei einem Mass nicht die Höchstpunktzahl erreicht. Die Konkurrenz war stark und hat Grosses geleistet. Und dies trotz harter Bedingungen. Denn gegen Mittag erreichte die Lufttemperatur in der Halle schon 35 Grad, was den Leistungen der Teilnehmenden keinen Abbruch tat.

www.vssm.ch

AJ

Veröffentlichung: 07. Juni 2018 / Ausgabe 23/2018

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