Dieses Jahr ist es ein nützliches Küchenutensil

Christian Mettler, Geschäftsführer von Schreinermacher, bei der Herstellung des Messerblocks. Bilder: Koch Group AG Bild: Koch Group AG

Zum zehnten Mal lanciert der Lehrbetriebsverbund Schreinermacher einen Talentwettbewerb für angehende Schreinerinnen und Schreiner. Als Wettbewerbsaufgabe gilt es, einen Messerblock herzustellen. Die fertigen Arbeiten können bis spätestens 1. Mai eingereicht werden.

Planstudium, Objektanfertigung, dann hilfreiche Nutzung: Der diesjährige Gegenstand des Talentwettbewerbs des Lehrbetriebsverbunds Schreinermacher ist ein Messerblock mit magnetischer Haftung. «Das Jubiläumsobjekt ist im Vergleich zum letztjährigen Objekt aufwendiger und vom Niveau her höher», sagt Christian Mettler, Geschäftsführer von Schreinermacher. Es brauche vielleicht etwas mehr Durchhaltewillen und Nerven, die Freude am Schluss sei aber umso grösser.

Der Wettbewerb dient als gute Übung für die Lernenden, beispielsweise für die Teilprüfung. Die Richtzeit zur Herstellung liegt mit den angesetzten drei bis fünf Stunden wegen der Komplexität diesmal höher. Schreinerlernende aus der ganzen Schweiz können sich der Herausforderung stellen, egal in welchem Lehrjahr sie sich befinden oder ob sie einen EBA- oder EFZ-Abschluss ansteuern. Die Organisatoren hoffen, dass wieder viele junge Leute mitmachen. Im letzten Jahr beteiligten sich 202 Lernende am Wettkampf. «Uns ist es ein Anliegen, dass die Ausbildner die Lernenden für den Wettbewerb nicht nur fordern, sondern auch fördern. Die Lernenden sollen sich getrauen, auch mal nachzufragen», sagt Mettler. Oft würden die Lernenden ihre Fortschritte erst bemerken, nachdem sie erste Erfahrungen gesammelt und weitere Lösungsansätze erkannt hätten.

Handarbeit wird stärker gewichtet

Nach der letztjährigen Aufgabe – ein Taschenleerer – liegt der Fokus nun im Umgang mit der Japansäge und dem Stechbeitel. Für das Stück darf nur Hartholz wie beispielsweise Nussbaum, Eiche, Buche, Ahorn, Esche oder Kirsche, sprich Holz mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm³, eingesetzt werden. Gleitmittel wie beispielsweise Waxilit sind nicht zulässig, zudem dürfen Bohrer und Fräser nicht vor dem Start eingespannt bzw. voreingestellt sein. Beurteilt werden neben der benötigten Zeit die Bearbeitung sowie die Genauigkeit. Die Qualität wird wie bei der Teilprüfung bewertet: Eine Abweichung bis 0,5 mm ergibt noch die volle Punktzahl. Bei Abweichungen zwischen 0,5 und 1 mm gibt es die Hälfte, bei mehr als 1 mm gar keine Punkte mehr. Die Lernenden werden in der Beurteilung in drei Kategorien eingeteilt: erstes Lehrjahr, zweites Lehrjahr sowie drittes und viertes Lehrjahr zusammen. Gesamthaft werden 21 Preise im Wert von über 9000 Franken vergeben. In jeder Kategorie können sieben Sachpreise – von der Präzisionsstichsäge über die Akkuoberfräse bis zum Akkuradio – vergeben werden. Die ersten drei Gewinner können ihre Preise selbst aussuchen. «Wir wissen, dass viele Lernende mit Herzblut an ihren Objekten arbeiten, doch oft erreicht uns das fertige Werk nie. Lasst eure Arbeit nicht in der Werkstatt verstauben. Zeigt uns, was ihr drauf habt, und gebt eurem Talent die Bühne, die es verdient! Wir freuen uns riesig auf alle Einsendungen», sagt Mettler. Einsendeschluss ist Freitag, 1. Mai 2026. Weitere Infos und die Anmeldung finden sich auf der Wettbewerbs-Website über den QR-Code unten.

www.schreinertalent.ch

ML

Veröffentlichung: 05. März 2026 / Ausgabe 10/2026

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