Eine Symbiose aus Tradition und Moderne


Die fünf Prämierten des jährlichen Modellwettbewerbs für Lernende mit Sieger Mariusz Milewski (M.). Bild: Monika Hurni


Die fünf Prämierten des jährlichen Modellwettbewerbs für Lernende mit Sieger Mariusz Milewski (M.). Bild: Monika Hurni
Parkettverband. Die 57. Generalversammlung der Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt (ISP) zeigte eine erstaunlich stabile Lage der Branche auf. Highlight des Anlasses in Rümlang ZH war die Preisübergabe für den Modellwettbewerb der Lernenden.
Mit der Eventalm in Rümlang ZH hatte die ISP am Freitag, 17. April 2026, einen passenden Austragungsort für ihre GV gewählt. «Die Alphütte ist aus 100-jährigem Holz gebaut. Sie bietet eine einzigartige Symbiose aus Tradition, Moderne, Exklusivität und Wohlbefinden», erklärte Präsident Bruno Durrer, bevor er aus dem vergangenen Jahr berichtete: «Wir blicken auf ein herausforderndes, aber insgesamt stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz der weiterhin unsicheren globalen Rahmenbedingungen haben sich Parkettpreise und Lieferverfügbarkeiten stabil gezeigt.» Der Parkettabsatz in der Schweiz sei gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert geblieben und zeige die Beständigkeit des Marktes. 2025 sind insgesamt sind 5.4 Millionen Quadratmeter Parkett verkauft worden.
Gleich geblieben sind auch die Herausforderungen der Branche. Durrer sprach insbesondere die tiefen Verkaufspreise für Parkett, sowie die teilweise unseriösen Arbeitsvergaben von Generalunternehmen und der öffentlichen Hand an.
Den Ball mit den tiefen Verkaufspreisen nahm Roger Geiser als stellvertretender Obmann der Gruppe Verlegung auf. «Die Preise stehen weiterhin unter erheblichem Druck, obwohl wir gerade durch die Lohnkostenentwicklung deutlich höhere Kosten haben», sagte er und richtete einen Appell an seine Berufskolleginnen und -kollegen: «Verkaufen Sie Ihre Arbeit nicht unter Wert. Qualität muss ihren Preis haben.» Daneben wies Geiser darauf hin, dass vermehrt Betriebe mit unzureichendem Fachwissen auftreten. Das schade der Branche und den seriös arbeitenden Betrieben. «Es ist wichtig, dass wir die Bauherren aktiv aufklären und für Qualität sensibilisieren.»
Jürg Künzler, stellvertretender Obmann der Gruppe Produktion und Handel berichtete von Antidumpingzöllen, welche die Europäische Union im Juli 2025 auf mehrschichtiges Parkett aus China eingeführt hat. Ziel der Zölle ist die Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen, nachdem chinesische Hersteller den europäischen Markt und die Industrie mit Dumpingpreisen geschädigt hatten.
130 Lernende haben vergangenes Jahr in der Deutschschweiz eine Ausbildung zum Boden- und Parkettleger begonnen. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Ihre Fertigkeiten haben Lernende beim Modellwettbewerb unter Beweis gestellt. Bewertet wurde der ganze Arbeitsprozess, nicht nur das Endprodukt. «Die Modelle fassen alles zusammen, das wir sind», meinte Bruno Durrer. «Das ist Handwerk, das ist Stolz.»
In den ordentlichen Erneuerungswahlen wurde Samuel Vonrüti von der Bauwerk Group Schweiz als neuer Obmann der Gruppe Produktion und Handel gewählt.
Verabschiedet wurde daneben der langjährige Experte und Dozent Ulrich Scheicher. Dieser war am 2012 als technischer Mitarbeiter in die ISP eingetreten und hat seither 900 Expertisen erstellt. 2024 offiziell pensioniert, verbleibt er noch bis Ende Mai 2026 in einem Teilzeitpensum bei der ISP. Bruno Durrer ernannte Scheicher zum «ständigen Ehrengast» der ISP, diese Einladung gilt natürlich auch für die nächste GV, welche am 9. April 2027 geplant ist.
Monika Hurni
www.parkett-verband.ch
Veröffentlichung: 20. April 2026
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