Mit neuer Strategie


Jahrzehntelang prägte das riesige Holzlager bei der Autobahnausfahrt St. Margrethen SG das Landschaftsbild. Bild Bauwerk Parkett AG


Jahrzehntelang prägte das riesige Holzlager bei der Autobahnausfahrt St. Margrethen SG das Landschaftsbild. Bild Bauwerk Parkett AG
News. Alles ist der Veränderung unterworfen und muss sich zeitlichen Gegebenheiten anpassen. Ein grosser st. galler Parketthersteller will sich an seinem Standort behaupten und hat dazu Schritte in eine erfolgversprechende Zukunft definiert.
Wer öfter auf der Autobahn von St. Gallen ins Rheintal unterwegs ist, hat sich sicher schon über das leergeräumte Holzlager der Bauwerk Parkett AG in St. Margrethen gewundert. Am letzten Dienstag informierte die Firma an einem Medienanlass, wie sie sich strategisch für die Zukunft aufstellt und welche Konsequenzen das für den Produktionsstandort in der Schweiz hat.
Internationale Veränderungen
Die Fusion 2013 mit dem norwegischen Parketthersteller Boen AS zur Bauwerk Boen Group hat für die Firma weltweit zu neuen Handelsplätzen geführt. Hauptsitz der Gruppe ist St. Margrethen. Veränderungen der letzten Jahre im Holzmarkt haben aber bewirkt, dass nicht mehr aus jedem Land Rundholz ausgeführt werden kann. Dadurch hat sich das Bearbeitungsvolumen im Schweizer Werk stark verringert.
Mit dem diesjährigen Kauf eines Sägewerkes in Kroatien und dem Ausbau dessen zu einem hochmodernen Parkettwerk, kann ab nächstem Mai, wie bereits in zwei anderen Werken, im Rohstoffbezugsland vorproduziert werden. Dies sichert zudem den Zugang zur äusserst viel verlangten Eiche. Die entsprechenden Anlagen am Firmenstandort werden damit überflüssig. In Zukunft kommen vorkonfektionierten Decklamellen in die Schweiz und werden hier zu Parkett verarbeitet. Bis heute wird 67 Prozent des Bauwerk-Sortiments am Standort St. Margrethen produziert und daran soll sich auch zukünftig nichts ändern. Zudem kommen Fichte und Tanne für die untere Parkettschicht auch aus der Schweiz.
Schritte in die Zukunft
Die hiesige Endfertigung soll noch weiter verstärkt werden und auch Forschung sowie Entwicklung bleiben. Neue Ideen und Produkte haben dazu geführt, dass der Umsatz gesteigert werden konnte. So machen Neuheiten aus den letzten drei Jahren heute bereits 43% des Ertrages aus.
der Schliessung des Holzzuschnittes und der Trocknung werden nicht nur Landflächen frei, sondern es muss auch ein Teil der Belegschaft abgebaut werden, da nicht alle in einen anderen Bereich wechseln können. Die Firmenleitung hat versprochen, die 20 Mitarbeiter, die nicht mehr beschäftigt werden können, zu begleiten bis ein neuer Platz gefunden ist. Rund 240 Mitarbeiter sind in St. Margreten beschäftigt und es sollen in der Zukunft auch mehr werden. ab
Veröffentlichung: 28. August 2017
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