Technologiereise der SCM Schweiz AG


Am Hauptsitz der SCM in Rimini werden die CNC- und Nesting-Bearbeitungszentren in vier Produktionslinien gefertigt. Bild: Monika Hurni


Am Hauptsitz der SCM in Rimini werden die CNC- und Nesting-Bearbeitungszentren in vier Produktionslinien gefertigt. Bild: Monika Hurni
Einblick. Auf der dreitägigen Rimini-Reise der SCM Schweiz AG in Partnerschaft mit der C+R Möbelkanten AG erhielten knapp 60 Teilnehmende spannende Einblicke in die italienische Maschinen- und Kantenproduktion – geprägt von Ingenieurskunst und Innovationsgeist.
Zum Auftakt der Technologiereise standen mit der Besichtigung der Monguzzi S.r.l. in Varedo die Kanten im Zentrum. Das in der zweiten Generation geführte Familienunternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Möbelkanten spezialisiert. Heute umfasst das Sortiment neben ABS-, CPL- und Melamin- auch digital bedruckte Kanten. Mit Letzteren lassen sich beispielsweise Steinoberflächen täuschend echt nachbilden – inklusive passender Strukturen. Mit besonderem Stolz präsentierte Monguzzi die Herstellung von Furnierkanten, welche mit über 2 Mio. Quadratmetern pro Jahr rund 20 % der Gesamtproduktion ausmachen. Die Auswahl der Holzarten sei zwar gross, doch aktuell entfalle noch immer rund die Hälfte der Produktion auf Eichenkanten.
Als allgemeine Gestaltungstrends benannte man bei Monguzzi warme Farbtöne, metallische Effekte und differenzierte Oberflächenstrukturen.
In eine andere Welt tauchten die Teilnehmenden am Freitag beim Besuch des SCM-Hauptsitzes in Rimini ein. Vor der Besichtigung des Werks gab Daniel Ott, Leiter der Schweizer Niederlassung von SCM mit Hauptsitz in Rothenburg LU Einblick in die Geschichte des Familienunternehmens, welche im Jahr 1952 mit dem Entwurf der Holzbearbeitungsmaschine L’Invincibile – die Unbesiegbare begann. «Heute wird SCM in dritter Generation geführt und man spürt den angenehmen Familienvibe sowohl intern, wie auch extern», sagte Ott. Bemerkenswert ist die hohe Fertigungstiefe: Rund 80 Prozent der Komponenten stellt SCM selbst her, dafür hat das Unternehmen im Laufe der Jahre diverse Technologiefirmen in die Gruppe integriert.
Die Besichtigung führte durch das Ersatzteillager, die Produktion und Montage sowie den Control Room. Beeindruckend war die Ersatzteillogistik mit dem Autostore-System, einem platzsparenden Gitterlager, mit rund 30 000 Artikeln in gestapelten Plastikkisten, welche mittels Roboterwägelchen innerhalb von rund 45 Sekunden bereitgestellt werden können. Dabei verbrauchen die gesamten 19 Roboter im Betrieb gerade einmal so viel Strom wie ein einziger Haushaltsstaubsauger.
Im Control Room war zu sehen, wie mögliche Störungen mittels IoT (Internet of Things) frühzeitig erkannt und Serviceeinsätze proaktiv geplant werden können.
Am Nachmittag führte die Reise zum SCM-Standort in Villa Verucchio. Dort standen die Bereiche Zuschnitt, Pressen und Schleifen im Mittelpunkt.
Auf der Reise blieb auch Zeit um das Dolce Vita mit feiner italienischer Küche zu geniessen. So entstanden wertvolle Erinnerungen und Kontakte.
Monika Hurni
Veröffentlichung: 02. November 2026
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