Thomas Seliner folgt auf Alex Abart

Die scheidenden Vorstandsmitglieder Alex Abart (l.) und Walter Rüegg (r.) mit dem frisch gewählten Präsidenten Thomas Seliner. Bild: Willi Baumgartner

Sektion thur-Linth.  Nach zwölf Jahren als Präsident der VSSM-Sektion Thur-Linth gab Alex Abart seinen Posten an der diesjährigen Generalversammlung ab. Sein Nachfolger wird Thomas Seliner. Manuela Wick tritt im Vorstand die Nachfolge von Walter Rüegg an.

«Handwerk hat goldenen Boden. Das gilt auch für die rasante Entwicklung in einem anspruchsvollen Markt mit grosser Nachhaltigkeit.» Das sagte Alex Abart, der seine letzte Versammlung als Präsident der VSSM-Sektion Thur-Linth souverän und mit Witz leitete. «Und mit der konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Sektionen war auch die Auftragslage in unserer Region sehr erfreulich. Viele Betriebe konnten von der hohen Nachfrage profitieren. Aber die herausfordernden Zeiten mit dem grossen Fachkräftemangel und die fortschreitende Digitalisierung durch den ganzen Produktionsprozess bleiben», so Abarts Fazit.

Auch bei der Ausbildung und beim Nachwuchs war 2025 ein Jahr der Spitzenleistungen. Das zeigte sich etwa beim Erfolg der Lernenden. Bei der Abschlussfeier durften elf Absolventinnen und Absolventen ihr EFZ entgegennehmen, darunter sieben mit einem Notendurchschnitt von 5,0 und höher. Dafür gab’s nebst dem Diplom noch einen Akkuschrauber.

Geschäfte fanden einhellig Zustimmung

Präsidialbericht, Kassen- und Revisorenbericht, Bericht der GPK und der üK-Kurse fanden ebenso ohne Wortbegehren Zustimmung wie das Veranstaltungsprogramm. Thomas Seliner, Seliner Schreinerei AG in Niederurnen, als neuer Präsident und auch die abwesende Manuela Wick, Geschäftsführerin der Kurt Lämmler GmbH in Ermenswil, wurden mit deutlichem Mehr gewählt. Der restliche Vorstand wurde für weitere vier Jahre bestätigt. Die Sektion Thur-Linth zählt 79 Mitgliedsbetriebe, vier Einzelmitglieder und 22 Altmeister.

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Mehr zu reden gaben dann die Ehrungen und Verabschiedungen. «Zwölf Jahre als Präsident waren für mich eine Herzensangelegenheit und eine grosse Herausforderung, gemeinsam mit allen das Schreinerhandwerk weiterzubringen. Ohne Vertrauen und Loyalität wäre das nicht möglich gewesen. Dafür blicke ich dankbar und mit etwas Wehmut zurück und erinnere mich auch gerne an die vielen spannenden Gespräche», sagte Alex Abart.

Lösungsorientiert, zielstrebig und immer für die Sache einstehend, charakterisierte VSSM-Zentralpräsident Jürg Rothenbühler die Zusammenarbeit mit Alex Abart. Gespannt zeigt er sich im Hinblick aufs ESAF 2028 im Berner Oberland, was die «Hölzigen» dort zustande bringen. Mit Muni Max liegt die Messlatte dank der Sektion Thur-Linth schon recht hoch (siehe Kasten).

Sogar 27 Jahre im Vorstand und ein Gründungsmitglied der Sektion war Walter Rüegg aus Goldingen. Als üK-Obmann war er für den Aufbau, die Organisation und die Führung des Kurswesens mit einer spannenden Aufgabe unterwegs. Seine ruhige, gewissenhafte Arbeit im Hintergrund wurde vom neuen Präsidenten gewürdigt.

www.schreiner-thur-linth.ch

DER PUBLIKUMSMAGNET 2025
Dank Muni Max klingelt die Kasse

Hansruedi Hauser als OK-Mitglied des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (ESAF) 2025 ist stolz auf die Holzbranche und auf Muni Max, wozu auch viele Lernende in ihren Betrieben beigetragen haben. Humorvoll und mit erstaunlichen Zahlen führte das auch Thomas Tschudi den Anwesenden nochmals vor Augen. 246 Unternehmen mit 900 Berufstätigen (davon über 500 Lernende) waren Teil des Projekts «Holzvision» mit einem Budget von rund 3,6 Millionen Franken. 1427 redaktionelle Beiträge wurden über Muni Max veröffentlicht. Alle in der Schweiz haben rund dreimal davon erfahren. Und über Print-/Online-Kanäle waren rund 31,1 Millionen Kontakte zu verzeichnen. Im Projektkässeli blieb laut Tschudi zu guter Letzt ein Betrag von 160 000 Franken übrig, welcher nun unterstützend für Innovationen und neue Projekte eingesetzt wird.

Willi Baumgartner, VSSM Thur-Linth, WB

Veröffentlichung: 25. Juni 2026 / Ausgabe 26/2026

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