Unfallstatistik: Beim Fussball und beim Skifahren wird's gefährlich


Ein Sanitätsteam betreut eine verletzte Person und transportiert sie ab. Bild: Suva


Ein Sanitätsteam betreut eine verletzte Person und transportiert sie ab. Bild: Suva
Die positive Entwicklung hält weiter an: Die Suva registrierte 2025 erneut weniger Arbeitsunfälle. Hingegen sind die Zwischenfälle in der Freizeit um 2,8 Prozent angestiegen.
Im vergangenen Jahr hat die Suva über 480 000 Unfälle und Berufskrankheitsfälle verzeichnet und anerkannt. Das sind 1,9 % mehr als im Vorjahr, wie es in einer Mitteilung heisst. Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten gingen um 0,9 % auf gut 166 000 Fälle zurück. Die Freizeitunfälle stiegen hingegen um 2,8 % auf rund 296 000 Fälle. Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen mit IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 15,4 % zugenommen. Grund dafür ist vor allem die höhere Zahl der Arbeitslosen. Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen.
«Die Zunahme der Unfallzahlen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf Freizeitunfälle zurückzuführen», sagt Alois Fässler, Statistiker bei der Suva. «Erfreulich ist, dass die Berufsunfälle weiter zurückgehen.» Während Berufsunfälle früher den grössten Teil der gemeldeten Unfälle ausmachten, registriert die Suva seit Anfang der 1990er-Jahre deutlich mehr Unfälle in der Freizeit. 2025 lag das Verhältnis bei 64 % Freizeitunfällen zu 36 % Arbeitsunfällen. «Die Sicherheit bei der Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, sei es durch kontinuierliche Präventionsarbeit oder durch den Rückgang von Arbeitsplätzen mit hohem Unfallrisiko, beispielsweise durch stärker automatisierte Abläufe», sagt Fässler. «Die Zahl der Freizeitunfälle steigt hingegen, weil immer mehr Menschen ihre freie Zeit in Sport und Outdooraktivitäten investieren.»
Über das ganze Jahr 2025 betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (29 000 oder 25 % aller Sportunfälle), beim Skifahren (16 000, 13 %) und beim Bergwandern (6000, 5 %). Dabei gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer verletzten sich am häufigsten beim Fussballspielen (29 %), Skifahren (12 %) und Biken (5 %), während sich bei den Frauen die meisten Unfälle beim Skifahren (20 %), Bergwandern (9 %) und Jogging (7 %) ereigneten. Die häufigsten Verletzungen beim Sport betrafen Knie, Fussgelenke und Schultern.
Nicole D'Orazio
Veröffentlichung: 06. Mai 2026
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