Am Puls der Veränderungen

Der bisherige Verlagsleiter Markus Fröhlich erhält Geschenke zum Abschied. Bild: Iwan Wyrsch

Bin-genossenschaft.  Von der Revision der Grundbildung sind auch die Aktivtäten der bin- Genossenschaft betroffen. An der Jahrestagung in Weinfelden war dies eines der zentralen Themen. Ausserdem wurde der langjährige Verlagsleiter Markus Fröhlich verabschiedet.

Im März trafen sich rund 65 Mitglieder der bin-Genossenschaft in Weinfelden zur Jahrestagung samt Generalversammlung. Als Gastreferent wurde Rolf Kümin willkommen geheissen, der über den Stand der Revision der Grundbildung informierte. Nach rund dreieinhalb Jahren befindet sich das Projekt mit dem Ziel, die Schreinerberufe auf die Anforderungen des kommenden Jahrzehnts auszurichten, auf halbem Weg. Die beiden Lehren bleiben bewusst generalistisch und setzen lediglich am Schluss vertiefende Akzente (Planung, Produktion und Montage). Zugleich erfolgt eine verstärkte Ausrichtung auf die Handlungskompetenzen, die an allen Lernorten – Lehrbetrieb, überbetriebliche Kurse und Berufsschule – koordiniert vermittelt werden sollen.

Prägende Persönlichkeiten gehen

Mit Eveline Karesch und Markus Fröhlich wurden dieses Jahr gleich zwei langjährige Mitarbeitende für ihr grosses Engagement geehrt und feierlich verabschiedet. Karesch arbeitete zuverlässig im Versand mit und verschickte im Verlauf ihrer Tätigkeit weit über 100 000 Lehrmittelboxen. Hervorgehoben wurde die prägende Rolle ihres Ehemannes Markus Fröhlich, der 15 Jahre lang die Verlagsgeschäfte steuerte. Fröhlich prägte durch seine Schaffenskraft Tausende Schreinerlernende mit und war ein Garant für die sprichwörtlich hohe Qualität der bin-Verlagsprodukte. Auch die Übergabe an seinen Nachfolger Marc Schneider gestaltete er in meisterlicher Manier.

Anspruchsgerechte Fachbücher

Verlagsleiter Marc Schneider präsentierte Vorschläge zur Entwicklung der Produktereihe des bin-Eigenverlags. Die Grundlage dazu ist eine Umfrage bei Lernenden des zweiten bis vierten Lehrjahres in der Deutsch- und Westschweiz im Herbst 2025. Schneider stellte ein Konzept vor, das die Inhalte akkurat auf die Bedürfnisse der Grundausbildungen EBA und EFZ abstimmt. Die Fachbücher sollen sich in zeitgemässer Form aktuell und flexibel mit technologischen Entwicklungen adjustieren lassen. Dabei steigt der digitale Anteil signifikant. Bücher, die noch in Papier hergestellt werden, erhalten neu eine gebundene Form. Das Angebot soll in drei Landessprachen entwickelt werden.

Neue Lehrgerätschaften

Die Kollegen der Lehrmittel GmbH präsentierten zwei Prototypen von Schrankmöbeln und Terrassen im Freien und stellten deren didaktische Einführung im Unterricht vor. Die unterhaltsamen Erklärungen von Adrian Lüthi und Stefan Rutishauser sorgten für regen fachlichen Austausch.

www.bin.ch

73. Generalversammlung

Eigenständigkeit bleibt unantastbar

Präsident Peter Stocker rief an der 73. Generalversammlung dazu auf, im nächsten Jahr alle jungen Kolleginnen und Kollegen mitzubringen, die in Teilpensen an ihren Schulen mitarbeiten. Er betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Weiterentwicklung bei gleichzeitiger Wahrung bewährter Strukturen.

Zentrale Anliegen sind laut Stocker die aktive Mitgestaltung der Schreinerbildung und eine stabile Zusammenarbeit mit dem VSSM. Die Eigenständigkeit der bin-Genossenschaft bleibe unantastbar und sei ein wichtiger Grundpfeiler, um flexibel und zeitnah auf Bedürfnisse der Grundbildung reagieren zu können, bekräftigte der Präsident.

Die bin-Genossenschaft sei im Rahmen der Bildungsreform bereit, sich bei der Erarbeitung von Lehrplänen, der Abstimmung von Lehrmitteln sowie bei der Umsetzung der lernortübergreifenden Zusammenarbeit einzubringen. Die Versammlung genehmigte Jahresrechnung und Geschäftsbericht. Die solide finanzielle Lage der Genossenschaft wurde bestätigt und der Jahresgewinn den Reserven zugewiesen.

SZ

Veröffentlichung: 09. April 2026 / Ausgabe 15/2026

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