Bäumchen mit Schweizer Wurzeln


Sieh das Gute wächst so nahe! Ökologische Produktion, kurze Transportwege, frisch geschlagen: das sind die Trümpfe der heimischen Christbäume. Bild: Wald Schweiz, A. Douard


Sieh das Gute wächst so nahe! Ökologische Produktion, kurze Transportwege, frisch geschlagen: das sind die Trümpfe der heimischen Christbäume. Bild: Wald Schweiz, A. Douard
Tannenbaum. Immer mehr Leute stellen den Christbaum bereits in der Adventszeit in die gute Stube. Warum nicht? Richtig ausgewählt und gepflegt halten die Bäume gut ein paar Wochen.
Über eine Million Christbäume schmücken jährlich die Schweizer Haushalte. Doch wer denkt, dass diese erst am Heilig Abend in die Stuben geholt und geschmückt werden, der irrt. Schweizer Christbaum-Produzenten stellen fest, dass immer mehr Leute den Baum bereits während der Adventszeit aufstellen und schmücken. Warum nicht? Richtig ausgewählt und gepflegt halten die gängigen Nadelbäume gut ein paar Wochen im geheizten Wohnzimmer.
Etwa 40 bis 45 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume stammen aus der Schweiz. Doch die Mehrheit der Bäume kommt nach wie vor aus dem Ausland. Dies obwohl die Preisunterschiede zu den inländischen Christbäumen gering ist. Sie werden in Dänemark und Deutschland in grossflächigen Kulturen angebaut. Doch eine Trendwende ist auszumachen. Die Nachfrage nach Schweizer Weihnachtsbäumen steigt kontinuierlich.
Den Kunden wird der Umweltgedanke immer wichtiger. So stehen immer mehr Schweizer Bäume in den Wohnzimmern. Diese sind wesentlich nachhaltiger produziert. In den gut gepflegten Kulturen unserer Landwirte werden viel weniger Hilfsstoffe eingesetzt als in ausländischen Grossbetrieben. Im Wald ist deren Einsatz sogar ganz verboten. Schweizer Bäume belasten die Umwelt zudem weniger, weil sie nicht über weite Strecken transportiert und in stromfressenden Kühlhäusern zwischengelagert werden.
Rund 500 Landwirte und Forstbetriebe produzieren Schweizer Christbäume auf geeigneten Parzellen. Der Verkauf dieser Bäume ist für sie ein willkommener Zusatzverdienst. Den Baum direkt bei einem regionalen Produzenten vor Ort zu kaufen, hat viele Vorteile. Die Bäume werden in der Regel kurz vor dem Verkauf geschnitten – auf Wunsch sogar zur optimalen Mondphase – und bleiben so viel länger frisch.
Für viele Erwachsene und Kinder ist es sogar zum Ritual geworden, den eigenen Baum nach einem ausgedehnten Spaziergang in aller Ruhe bei Produzenten aus der Gegend auszulesen. Und wer sichergehen will, dass sein Baum auch wirklich Schweizer Wurzeln hat, kann auf die Herkunftslabels achten. Schweizer Weihnachtsbäume haben unter anderem eine Kennzeichnung von der «IG Suisse Christbaum» oder das «Herkunftszeichen Schweizer Holz».
Hat man dann den Schweizer Baum in der Stube stehen, kann man dessen Lebensdauer mit folgenden Tipps positiv beeinflussen: Den Christbaum am Stammfuss nicht anspitzen. So können die Leitgefässe unter der Rinde mehr Wasser aufnehmen und der Baum bleibt länger frisch. Den Baum bis zum Aufstellen draussen im Netz und in einem Wasserkübel lagern. In beheizten Innenräumen verdunstet ein mittlerer Christbaum bis zu einem Liter Wasser pro Tag. Deshalb wird er idealerweise in einen Christbaumständer mit Wasserreservoir gestellt und regelmässig nachgegossen. So bleiben die Bäume länger frisch, und die Brandgefahr ist geringer.
ids
Auf der Webseite von «Wald Schweiz» findet sich eine Liste mit Betrieben, die Schweizer Christbäume im Direktverkauf anbieten.
www.waldschweiz.ch
Die Webseite der «IG Suisse Christbaum» enthält ein interessantes Lexikon aller gängigen Christbaumarten und das Mitgliederverzeichnis der lokalen Produzenten.
www.igsuisse-christbaum.ch
Veröffentlichung: 08. Dezember 2017
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