Baumeler übernimmt von Ackermann


Der Vorstand der Appenzeller Schreiner und das Kernteam «Neubau Holzfachschule». Präsident Daniel Ackermann (Mitte rechts) beglückwünscht seinen Nachfolger Marcel Baumeler. Bild: Clemens Fässler


Der Vorstand der Appenzeller Schreiner und das Kernteam «Neubau Holzfachschule». Präsident Daniel Ackermann (Mitte rechts) beglückwünscht seinen Nachfolger Marcel Baumeler. Bild: Clemens Fässler
Sektion Appenzell. Die GV des Appenzeller Schreinermeisterverbandes wartete mit zwei zentralen Themen auf: Zum einen gab Daniel Ackermann das Präsidium in die Hände von Marcel Baumeler. Zum anderen unterstützte die Versammlung den Bau einer neuen Holzfachschule in Herisau.
Seit 1993 betreibt der Appenzeller Schreinermeisterverband mit den Zimmerleuten in Teufen eine Holzfachschule. Damit sind sie die einzigen Berufsleute, welche ihre Berufslehren vollständig im Appenzellerland anbieten können. Darauf ist man bei den Hölzigen stolz, auch wenn der finanzielle und personelle Aufwand bedeutend ist. Doch man freut sich auch über die Unabhängigkeit, die man mit der eigenen Schule geniesst. So werden die überbetrieblichen Kurse (üK) und Teile der Lehrabschlussprüfungen vom Verband in Teufen organisiert, während der schulische Teil am BBZ in Herisau besucht wird. Doch die räumlichen Verhältnisse werden aufgrund zusätzlicher Kurse und neuer Maschinen immer beengter, was gewisse Arbeiten verunmöglicht, die Kursgrössen einschränkt und damit der Effizienz schadet. Zudem sind die Mietkosten mit rund 110 000 Franken pro Jahr hoch.
Deshalb waren die Schreiner und Zimmerleute seit 14 Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Holzfachschule. Die Kombination von verkehrsgünstiger Lage – viele Lehrlinge sind auf ÖV-Verbindungen angewiesen –, grosszügigem Raumangebot und tragbaren Kosten schien bislang aber der Quadratur des Kreises gleichzukommen. Eher zufällig kam 2024 der Kontakt zu einem Grundeigentümer in Herisau zustande, der sich für die Idee eines Neubaus offen zeigte. Es folgten erste Abklärungen, Kostenberechnungen und eine Absichtserklärung, die nun der Generalversammlung vorgelegt – und von dieser einstimmig gutgeheissen – wurde. Demnach soll die Holzfachschule durch einen langjährigen Mietvertrag rund 1700 Quadratmeter zur Verfügung haben. Die Freude, aber auch die Erleichterung war dem Kernteam «Neubau Holzfachschule» ins Gesicht geschrieben. Dessen Leiter Urs Dörig sprach von einer einmaligen Chance, die es nun zu packen gilt. Da auch die Generalversammlung der Appenzeller Holzbauer dem Projekt zugestimmt hat, können nun weitere Verhandlungen mit dem Grundeigentümer und den Kantonen aufgenommen werden.
Dass an seiner letzten GV als Präsident die neue Holzfachschule einen entscheidenden Schritt vorwärtskam, freute Daniel Ackermann. Mit ebensolcher Freude präsentierte er den Kandidaten für seine Nachfolge: Marcel Baumeler hat als gelernter Schreiner in verschiedenen Schreiner- und schreinernahen Betrieben Erfahrung gesammelt und sich kontinuierlich fachlich und wirtschaftlich weitergebildet. Im vergangenen Jahr konnte er als Geschäftsführer und Teilhaber die Moser Küchen AG in Steinegg übernehmen. Er ist zwar erst neu im Appenzeller Schreinermeisterverband, aber umso mehr davon überzeugt, dass sich ein Engagement für den hölzigen Beruf und speziell die Ausbildung lohnt. In diesem Sinne wählte ihn die Versammlung zum Präsidenten, während Daniel Ackermann zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Die übrigen Traktanden gaben wenig zu reden. Die Verbandskasse und die Kasse der überbetrieblichen Kurse verzeichneten leichte Minus, die sich aber im Rahmen des Budgets bewegten. Dagegen konnte vonseiten der Appenzeller Holzfachschule ein positives Ergebnis vermeldet werden, das auch den weiteren Abbau der bestehenden Hypothekarschulden erlaubte – eine Voraussetzung für den anvisierten Neubau. Da die umfangreiche Rechnungsführung der Appenzeller Schreiner bereits seit einigen Jahren auch von der Alder Treuhand AG revidiert wird, wurde nun der Versammlung beantragt, die interne Revision ganz aufzulösen. Der Antrag wurde, wie alle anderen Geschäfte, im Sinne des Vorstandes einstimmig genehmigt.
Veröffentlichung: 28. Mai 2026 / Ausgabe 22/2026
VSSM. Die 140. Delegiertenversammlung des VSSM stand im Zeichen der Veränderung. Sandra Räber und Roman Süess folgen im Zentralvorstand auf die langjährigen Mitglieder Anita Luginbühl und Hanspeter Künzli. Daneben stellt der Verband wichtige Weichen für die Zukunft.
mehr
Sektion thur-Linth. Nach zwölf Jahren als Präsident der VSSM-Sektion Thur-Linth gab Alex Abart seinen Posten an der diesjährigen Generalversammlung ab. Sein Nachfolger wird Thomas Seliner. Manuela Wick tritt im Vorstand die Nachfolge von Walter Rüegg an.
mehr
PaidPost. Mit der Weiterbildung zur Diplomierten Technikerin HF haben sich für Monika Keller neue Chancen aufgetan. Ihr Wissen bringt sie als Projektleiterin bei der Pendt AG ebenso weiter wie bei ihrem Teilzeitpensum als Berufsschullehrerin.
mehr