Bildung verbindet Technik und Mensch


Bei einer Betriebsführung erhielten die Gäste Einblick in die Produktion der Striebig AG. Bild: Monika Hurni


Bei einer Betriebsführung erhielten die Gäste Einblick in die Produktion der Striebig AG. Bild: Monika Hurni
Bildungspartner-Event. Knapp 30 Bildungspartner der Höheren Fachschule Bürgenstock (HFB) erhielten am Mittwoch vergangener Woche Einblick in die Produktion von Striebig. Daneben gewannen die Gäste überraschende Erkenntnisse über die nonverbale Kommunikation.
«Die Striebig» werde in der Umgangssprache oft als Synonym für die vertikale Plattensäge verwendet, sagte Michael Gnos, Schulleiter der Höheren Fachschule Bürgenstock (HFB), bei der Begrüssung der Bildungspartner am Firmenstandort in Luzern und fügte mit einem Lachen an, dass dies bei Prüfungsfragen für manche Studenten eine Stolperfalle sei, denn dort sei die offizielle Bezeichnung gefragt.
Robert Haas, Geschäftsführer der Striebig AG, bot als Einleitung des Anlasses Einblicke in das 80-köpfige Unternehmen und betonte, dass der Schweizer Wertanteil an den Maschinen bei 90 Prozent liegt. «Das Unternehmen verbindet Tradition und Pioniergeist.» Mit der Übernahme des deutschen Maschinenbauers Otto Martin sei man in diesem Jahr aus der Nische herausgegangen.
Ein neues Geschäftsfeld erschliesst Striebig nun ausserdem mit einem Occasionsmarkt für Plattensägen, wie Produktmanager Guido Jost (Bild oben links) bei der Betriebsführung verriet. Dabei erhalten Gebrauchtmaschinen ein «Retrofit» und damit ein zweites Leben. Mit grossem Interesse folgten die Gäste seinen Ausführungen und erörterten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Produktionsmaschinen der Metall- und Holzbearbeitung.
«Jeder in der Branche kennt die Striebig. Deshalb freut es mich, dass wir unseren Bildungspartnern die Gelegenheit bieten können, einmal hinter die Kulissen des Unternehmens zu schauen», sagt Michael Gnos.
Wie Jost erklärte, werden alle Komponenten, vom verschweissten Stahlrahmen mit dem Sägebalken über das Sägeaggregat als Herzstück und die Absaugsysteme bis hin zur Elektronik, in der Produktion in Luzern zusammengefügt – oder verheiratet, wie es der Experte ausdrückt. «Bevor eine Maschine die Produktion verlässt, wird sie bei uns fertig aufgebaut und auf Schnittgenauigkeit getestet», sagt Jost. Im Ausstellungsraum folgte eine kurze Vorführung der Striebig 4D mit dem vollautomatischen Horizontal- und Vertikaltransport.
Im Anschluss veranschaulichte Bora Obucina den Gästen die Kraft der nonverbalen Kommunikation. «Unser Körper spricht immer, unabhängig davon, ob wir reden oder nicht», erklärte er. Diese Aussage verdeutlichte der Experte für Körpersprache mit kleinen Übungen und Beispielen. Dabei zeigte er unbewusste Verhaltensmuster auf sowie den bewussten Einsatz der Körpersprache. So räumte er auch mit dem gängigen Klischee auf, dass verschränkte Arme per se eine ablehnende Haltung ausdrücken. Oft seien es Nuancen, welche die Wahrnehmung beeinflussen. Dass sich beim Apéro wohl manch einer über seine Körpersprache etwas mehr Gedanken als gewöhnlich machte, tat der Lockerheit keinen Abbruch.
Veröffentlichung: 24. September 2026 / Ausgabe 39/2026
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