Zukunfts-Fenster mit Weitblick

Am Branchentreffpunkt hatten die Gäste auch die Möglichkeit, den Neubau der Tonet AG zu besichtigen. Bild: Monika Hurni

Branchentreffpunkt.  Mit ihrem Neubau in Däniken SO hat die Tonet AG im vergangenen Jahr in die Zukunft investiert. Damit bot die Oberflächenspezialistin den idealen Rahmen für das Zukunfts-Fenster des Fachverbands Fenster und Fassadenbranche.

Dass die Schreiner- und Fensterbranche ein spannendes Gebiet ist, darüber waren sich die Gäste des Zukunfts-Fensters am Donnerstag vergangener Woche bei der Tonet AG einig. Doch wie bringt man die Jugend- lichen dazu, sich für eine Lehrstelle als Schreiner zu interessieren? Dazu zeigte Simone Wicherek spannende Ansätze auf.

Als Beraterin und Betreuerin von Berufsverbänden bei der Lehrstellenplattform Yousty hat sie ein gutes Gespür für die Jugendlichen. Sie wies insbesondere auf die Chance hin, die eigenen Lernenden auf den Social-Media-Kanälen wie Instagram oder Tiktok als Botschafter zu nutzen, um andere Jugendliche anzusprechen.

Tatsächlich empfahl sie dabei, vor allem weibliche Lernende einzuspannen. «Die Mädchen sprechen darauf viel besser an, und die Jungs stört es nicht. Hauptsache, die Videos bieten Action», erklärt sie mit einem Lächeln. Besonders wichtig sei es daneben, die Eltern abzuholen. Diese seien bei der Berufswahl ihrer Kinder noch immer «die heimlichen Entscheider». Zum Abschluss wies sie darauf hin, dass in den kommenden zehn Jahren besonders geburtenreiche Jahrgänge in die Lehre kommen. «Nutzen Sie diese fetten Jahre.»

Sinnvolle Vernetzung

Markus Lochmann, Geschäftsführer der m.p.network GmbH in Kriens LU, der Schweizer Vertretung der Prologic Computer GmbH, und Michael Weber von der Aufmass-App zeigten den Wert einer sinnvollen Vernetzung auf. Die beiden Anbieter haben ihre Lösungen über eine direkte Schnittstelle miteinander verbunden. Damit lassen sich Aufträge und Stammdaten aus der Branchensoftware Fenoffice direkt an die App übertragen. Die vor Ort erfassten Masse, Fotos und weiteren Angaben fliessen anschliessend zurück in die Software. So entsteht ein durchgängiger Arbeitsablauf, der doppelte Datenerfassungen vermeidet und damit Übertragungsfehler reduziert.

Schwerstarbeit im Gehirn des Planers

Alois Blum von der Suva betonte die Wichtigkeit einer optimierten Baulogistik, um die körperlichen Belastungen auf der Baustelle auf ein Minimum zu reduzieren. Die Schwerstarbeit sollte sich vom Rücken des Monteurs ins Gehirn des Planers verlagern, erklärt der Experte für Sicherheit und Gesundheitsschutz. Dabei verwies er insbesondere auf das Optibau-Konzept. «Wichtig ist, dass Sie die Aufwände für eine optimale Baulogistik bereits in die Ausschreibung mit reinnehmen, damit sie dann am Ende auch verrechnet werden können», mahnte er.

Weiterbildung neu gedacht

Bei der abschliessenden Führung durch den Betrieb zeigte Gastgeber Flavio Tonet, welcher das gleichnamige Unternehmen in dritter Generation führt, dass man auch bei Tonet das Fenster zur Zukunft weit geöffnet hat. Dies genauso bei der modernen Kon-struktion des Holzhybrid-Gebäudes wie auch bei den Weiterbildungsangeboten. Mit «Campus-to-net» hat das Unternehmen ein eigenes Schulungszentrum geschaffen. «Die Weiterbildung neu gedacht», bringt es Erina Tonet, die Cousine von Flavio Tonet und Geschäftsführerin des Campus, auf den Punkt.

www.fff.chwww.tonet.ch

Monika Hurni

Veröffentlichung: 29. Oktober 2026 / Ausgabe 44/2026

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