Brandschutz mit Lehmplatten wird berechenbar

Brandtest von Lehmplatten im Brandprüflabor der ETH Zürich. Bild: IG Lehm

Lignum. Im Rahmen eines Forschungsprojektes werden Lehmplatten auf ihren Brandwiderstand getestet. Dies als Grundlage für die künftige Aufnahme in die Lignum-Dokumentation «Brandschutz».

Lehmplatten sollen künftig im Holzbau einfacher als brandschützende Schicht eingesetzt werden können. Dies teilt Lignum in ihrem Newsletter mit. Das Forschungsprojekt «Lignum Terra» liefert erstmals vergleichbare Werte zu ihrer Schutzwirkung und schafft damit eine wichtige Grundlage für die Aufnahme in die Lignum-Dokumentation «Brandschutz». Obwohl Lehm nicht brennbar ist und traditionell auch als Brandschutzmaterial diente, fehlten für heutige Anwendungen belastbare Nachweise. «Lignum Terra» schliesst diese Lücke.

Einfacher Berechnungsansatz

Lehmplatten von sieben Herstellern wurden in zehn Brandversuchen mit insgesamt 40 Aufbauten geprüft (Bild). Parallel untersuchte die Technische Universität München ähnliche Fragestellungen. Der Datenaustausch ermöglichte Vergleichsrechnungen und einen einfachen linearen Berechnungsansatz für die Grundschutzzeit. Die IG Lehm setzte das Projekt gemeinsam mit der ETH Zürich und weiteren Fachleuten um. Der Schlussbericht soll in den kommenden Monaten erscheinen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Integration von Lehmplatten in die künftige Lignum-Dokumentation 4.1 «Bauteile in Holz». Die Berechnung der Bauteiltabellen steht noch aus.

Monika Hurni
www.lignum.ch

Veröffentlichung: 08. Oktober 2026

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