Der Handel spürt die Frankenstärke

Der Muster- und Kon-zeptraum der Firma Roser AG bietet neue Möglichkeiten, um dem Kunden den Werkstoff Furnier näherzubringen.

Generalversammlung.  Die aktuellen Import- und Exportzahlen sowie die noch nicht angepasste Gesetzesgrundlage zur Europäischen Handelsverordnung gaben bei der diesjährigen Generalversammlung des Schweizer Furnierverbandes einiges zu besprechen.

Die diesjährige Generalversammlung des Schweizer Furnierverbandes (SFV) begann vergangenen Freitag im Furnierlager der Firma Roser AG in Birsfelden BL.

Anschliessend ging es weiter ins Oberbaselbiet, wo die ordentlichen Geschäfte im Hotel Bad Bubendorf abgehalten wurden.

Ein Raum für Furnier

Schon während des Eintreffens im Furnierlager entwickelten sich die ersten vertieften Fachgespräche. Durch diesen Austausch waren alle Teilnehmer sofort in ihrem Element und versammelten sich in kleinen Gruppen vor den einzelnen Furnierstapeln. Als alle eingetroffen waren, ging es in den neuen Muster- und Konzeptraum. Dieser Raum dient zum Verkauf an Schreiner, Architekten und Kunden. Der offene Raum beinhaltet eine grosse, zentral angelegte Musterbibliothek. «Oft hat der Kunde kein Wissen über die verschiedenen Holzarten und deren Aussehen. Auf diese Weise kann er das Furnier nach den optischen Eigenschaften auswählen», sagt Andreas Manger, Unternehmensleiter der Roser AG. Gegenüber der Musterbibliothek befindet sich eine grosse Magnetwand, an welcher die Furniere zum Vergleich oder zur Zusammenstellung einfach angebracht werden können.

Entwicklung des Handels

Der Import von Nadelholz- und Tropenholzfurnier ist weiterhin steigend im Vergleich zum letztjährigen Gesamttrend.

Beim Import von Laubholzfurnier ist hingegen weiterhin ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Dies zeigen die Zahlen vom ersten Quartal 2015 auf. Deutlich zugelegt haben Bezüge aus Deutschland, dies hat offensichtlich mit der aktuellen Frankenstärke zu tun.

Auch im Export hat der starke Franken seine Spuren hinterlassen. Es ist ein deutlicher Mengenrückgang auszumachen.

Bei den aktuellen Exportzahlen von Nadelholz- und Laubholzfurnier ist bei der gesamten Menge ein Minus von 25,2 % zu verzeichnen.

Noch keine Schweizer Verordnung

Seit dem 1. März 2013 ist die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) in Kraft. Die Schaffung einer Rechtsgrundlage für eine analoge Schweizer Regelung wurde im letzten Herbst vom Ständerat in der Revi- sion des Umweltgesetzes mit einem Passus berücksichtigt und auch der Bundesrat hätte dieser Regelung zugestimmt.

Die vorberatende Nationalratskommission hat im März 2015 jedoch eine Verschiebung bis März 2016 vorgeschlagen. Dadurch wird sich eine Regelung aus Schweizer Sicht wohl bis Ende 2017 oder 2018 verzögern. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat ein Faktenblatt erstellt, welches die nachhaltige Herkunft von Schweizer Holz für die Akzeptanz in der Europäischen Holzhandelsverordnung belegt. Somit kann Schweizer Holz in den europäischen Raum wieder einfacher exportiert werden.

Bei nicht europäischen Hölzern, die über die Schweiz nach Europa kommen, ist die Problematik einer nachhaltigen Herkunftsnachweisung jedoch unverändert hoch.

2016 gibt es neue Holzfachleute

In den letzten zwei Jahren konnten nicht genügend Anmeldungen für eine eidgenössische Berufsprüfung für Holzfachleute zusammengebracht werden.

Für den Vorbereitungskurs, der im November dieses Jahres startet, hat es nun geklappt und wenn alles erfolgreich verläuft, erhält die Branche im Jahr 2016 neue Fachkräfte.

www.holzhandelszentrale.ch

njg

Veröffentlichung: 04. Juni 2015 / Ausgabe 23/2015

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