Der Lohn für Fleiss und Durchhhaltewillen


Klasse EFZ des Ausbildungszentrums Opfikon nahm in der Mehrzweckhalle Heuried ihr Zeugnis entgegen. Bild: Chantal Kunz


Klasse EFZ des Ausbildungszentrums Opfikon nahm in der Mehrzweckhalle Heuried ihr Zeugnis entgegen. Bild: Chantal Kunz
LAP Zürich. Mit den Abschlussfeiern der Klassen der Ausbildungszentren Opfikon und Ohringen wurde auch in Zürich eine grosse Anzahl an neuen Fachkräften gefeiert. Für die jungen Leute startet nun ein spannender Weg in die berufliche Zukunft.
Nach ihrer erfolgreichen Schreinerlehre durften die Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungszentrums Opfikon kürzlich in der Mehrzweckhalle Heuried in Zürich ihr Fähigkeitszeugnis entgegennehmen. Rolf Eugster, Präsident des ZSV, eröffnete nach einem Apéro den bedeutenden Anlass. Für ihn sei es ein Heimkommen, denn rund um die Mehrzweckhalle Heuried sei er aufgewachsen und habe einen grossen Teil seiner Kindheit und Jugend verbracht, sagte er. «Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für diesen Anlass und gratuliere allen von Herzen zu ihrem Abschluss, auch wenn es mal Höhen und Tiefen gab.» Nicht immer einfach hatten es unter anderem Jil Schmid und Tobias Rutishauser. Sie bewältigten den Kanton Uri der Grenze entlang in 23 Tagen – über Gipfel und Gletscher. Beide haben die Ausbildung zur Schreinerin respektive zum Schreiner absolviert und zusammen dieses Abenteuer präsentiert.
Einzigartig wie der Wein
QV-Experte Stefan Weingart gratulierte ebenfalls und wünschte allen viel Erfolg für die Zukunft: «Jeder Absolventenjahrgang ist einzigartig, das ist wie beim Wein.» Die Klassenlehrer waren sich einig: Alle ihre Klassen haben einen guten sozialen Zusammenhalt gezeigt und sich immer gegenseitig unterstützt. Zwölf EFZ-Absolvierende erreichten eine Note von 5,0 oder höher. Bei den EBA-Absolvierenden konnten fünf Stechbeitel für die Noten von 5,2 oder mehr verteilt werden.
Bestnoten in Winterthur
Die Feier des Ausbildungszentrums Ohringen fand im Anton-Graff-Haus in Winterthur statt. Es ist ein bedeutender Moment im Leben eines Menschen, wenn er auf der Bühne sein Fähigkeitszeugnis entgegennehmen darf und weiss, dass er die berufliche Grundbildung geschafft hat. Wenn dazu noch eine Auszeichnung wie der Hobel oder Stechbeitel kommt, ist die Freude umso grösser. Dylan Flaad und Lynn Anna Brändle erreichten sogar die Bestnote im Kanton Zürich: Dylan Flaad, EFZ, 5,6, und Lynn Anna Brändle, EBA, 5,7. Bei den EBA-Absolvierenden konnten sechs Stechbeitel für die Note von 5,2 und höher überreicht werden, was ein guter Durchschnitt ist. Bei den Schreinerinnen und Schreinern EFZ wurden neun Hobel für die Note von 5,2 und mehr überreicht. Bei 52 Lehrabgängerinnen und -abgängern ist dies ebenfalls eine schöne Anzahl, insbesondere da insgesamt 18 Personen eine Note von 5,0 und mehr erzielen konnten.
Entwicklungsschritte zum Erfolg
Beat Angst, Prüfungsobmann, lobte zusätzlich zum angeeigneten fachlichen Wissen der Schreiner und Schreinerpraktikerinnen ihren Durchhaltewillen und ihren Einsatz: «Ihr alle habt weitergemacht, auch wenn es schwierig geworden ist. Diesen Abschluss kann euch niemand mehr wegnehmen.» Dem schloss sich auch Andreas Mantel, Geschäftsleiter der Embru AG an. René Metzger von der Berufsbildungsschule Winterthur meinte: «Gleich wie dieses Gebäude des Anton-Graff-Schulhauses haben auch die Absolventinnen und Absolventen viele Entwicklungsschritte durchgemacht in ihrer Ausbildung.» Zwischen den Ansprachen jonglierte der Wortakrobat Kilian Ziegler mit Worten zum Thema Holz und Schreinerei. Er habe zwei linke Hände, habe aber die Arbeit mit Holz immer bewundert.
Chantal Kunz, VSSM Zürich
Veröffentlichung: 30. Juli 2026 / Ausgabe 31-32/2026
LAP Graubünden. Die Lehrabschlussfeiern im Kanton Graubünden fanden jeweils in der Region der jeweiligen Berufsschule statt. Bereits sind vier der fünf Feiern über die Bühne gegangen, die Feier der Scuola Professionale di Poschiavo folgt am 21. August.
mehr
LAP Luzern. 77 Schreinerinnen und Schreiner EFZ und 21 Schreinerpraktiker/innen EBA konnten im Berufsbildungszentrum in Willisau ihre Diplome entgegennehmen. Der Anteil der Frauen machte an der Feier 20 Prozent aus.
mehr
PaidPost. Mit der Weiterbildung zur Diplomierten Technikerin HF haben sich für Monika Keller neue Chancen aufgetan. Ihr Wissen bringt sie als Projektleiterin bei der Pendt AG ebenso weiter wie bei ihrem Teilzeitpensum als Berufsschullehrerin.
mehr