Die Bedeutung, recht zu bekommen

Diverse Firmen präsentierten ihre Produkte im Rahmen der Herbst-versammlung der ISP. Bild: Andreas Brinkmann

Parkettverband.  An der Herbstversammlung der ISP wurde vieles zu den Themen Ursprung, Recht und Chancen gesagt. Bodenleger bauen ihr Produkt auf dem Werk anderer auf und das mit Fabrikaten, die sie über den Handel beziehen – eine Ausgangslage mit möglichen Konsequenzen.

Während es an der Generalversammlung der Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt (ISP) vor allem um Verbandsangelegenheiten geht, steht die Herbstversammlung in Lenzburg jeweils für fachliche Informationen und den Austausch der Anwesenden. Der Anlass vom 20. September 2023 schaffte es, die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden zu erlangen.

Rechtliche Möglichkeiten und Fehler

Gleich zu Beginn machte der Geschäftsleiter Mark Teutsch darauf aufmerksam, dass die Mitglieder unbedingt bei Umfragen mitmachen sollen. Nur so haben sie die Möglichkeit, die Dinge, die sie auch bei ihrer Arbeit betreffen, mitzugestalten. Aktuell läuft eine Umfrage bezüglich der Revision der Grundbildung.

Wurden die Ausführungen über das neue Merkblatt «Treppenbau mit Parkett» erst noch als rein sachliche Information wahrgenommen, änderte das spätestens dann, als der Rechtsanwalt Samuel Huwiler von der Advokatur 56 AG verschiedene Fallbeispiele von Mark Teutsch juristisch kommentierte. Damit ändert sich die Sichtweise auf ein solches Merkblatt und wie wichtig es für den Bodenleger sein kann. Der Vortrag schärfte den Blick auf die Verbindlichkeit verschiedener Normen und darauf, was vertraglich, schriftlich festgehalten werden kann. Auch wurde aufgezeigt, wann und wie Abmahnungen überhaupt zielführend sind und wann auf einen Auftrag verzichtet werden sollte. Der Anwalt gab auch seinem Unverständnis Ausdruck, dass sich Handwerker scheuen, Kunden eingeschriebene Briefe zu schicken. Dabei gehe es doch oft um die nachweislich rechtliche Verbindlichkeit des Geschriebenen.

Informationen zur Quelle des Holzes

Die intensiven Gespräche beim Stehlunch und beim Besuch der Tischmesse waren Zeugnis der angeregten Stimmung. Der fachliche Austausch ist wichtig und wurde sehr intensiv betrieben, bis dann am Nachmittag ein weiteres Thema aufmerksames Zuhören verlangte.

Dominik Brantschen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Waldschweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Seine Ausführungen zeichneten ein Bild zum Thema Schweizer Wald, dessen Nutzen und Nutzung. Tatsächlich nimmt die Waldfläche konstant zu. Aber trotz der vielen positiven Aspekte des Waldes für unsere Gesellschaft ist seine Bewirtschaftung nicht einmal selbsttragend.Somit bot auch der Nachmittag viel Stoff zum Nachdenken, und die Besucher konnten einiges von dem gelungenen Anlass mitnehmen.

www.parkett-verband.ch

Andreas Brinkmann

Veröffentlichung: 28. September 2023 / Ausgabe 39/2023

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