Eine Truhe für die gute Stube

Die Truhe hat Julian Rempfler für das Wohnzimmer seiner Familie hergestellt. Bild: Julian Rempfler

Julian Rempfler ist 16 Jahre alt und wohnt in Meistersrüte AI. Er ist im ersten Lehrjahr bei der Weishaupt AG Innenausbau in Appenzell AI.

Du hast eine Truhe hergestellt, auf der man auch gut sitzen kann. Aus welchem Anlass?

Julian Rempfler: Für die Freizeitarbeiten-Ausstellung der Appenzeller Lernenden aus über 40 Berufen. Mein Berufsbildner hat mich gefragt, ob ich mitmachen wolle.

Warum hast du dich für eine Truhe entschieden?

Das war ein Vorschlag meiner Mutter. Sie meinte, dass wir im Wohnzimmer gut eine brauchen könnten. Dort steht sie nun, und wir haben alle Freude an ihr.

Was für Holz hast du verwendet und weshalb?

Eiche furniert. Das Holz hat mir und meiner Mutter gut gefallen.

Wie verlief die Arbeit?

Alles ist gut verlaufen, ich hatte keine Probleme.

Dann hast du alles selbst gemacht?

Ja, das was ich konnte. Wenn ich Hilfe brauchte, hat man mir einfach etwas über die Schulter geschaut und Tipps gegeben. Ich durfte das Möbel im Lehrbetrieb herstellen, einfach in meiner Freizeit.

Wie viele Stunden hast du aufgewendet?

Es waren 27 Stunden. Zuerst hatte ich einen Arbeitsablauf erstellt und dann jeden Schritt geschätzt. Ich benötigte weniger Zeit als gedacht.

Konnte die Ausstellung trotz Corona stattfinden?

Nein, leider nicht. Dafür wurden Bilder der Ausstellungsstücke einfach online gezeigt. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um für mich und den Lehrbetrieb eine Lerndokumentation zu schreiben.

Du hast jetzt bald das erste Lehrjahr hinter dir. Wie gefällt dir die Ausbildung zum Schreiner?

Es gefällt mir sehr gut. Ich habe einen lässigen Lehrbetrieb. Das Arbeiten mit Holz macht mir Spass. Ich finde es toll, dass man am Schluss der Arbeit ein Resultat hat. Ich bin am richtigen Ort.

Hast du die E-Learningphase schwierig gefunden?

Nein, das war easy. Ich habe einfach viel mit meinen Schulkollegen telefoniert. Prüfungen hatten wir auch von zu Hause aus. Das klappte. ndo

www.weishaupt.ch

Veröffentlichung: 02. Juli 2020 / Ausgabe 27-28/2020

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