Erfahrungsaustausch im Südtirol

Die Spitzen der Schreiner- und Tischlerverbände an der Vierländertagung im Südtirol. Bild: Wolfgang Egger

VierLändertagung.  Die Spitzen der deutschsprachigen Schreiner- und Tischlerverbände trafen sich in Reischach (I) zum alljährlichen Gedankenaustausch. Dabei standen die Entwicklung der Auftragslage, die steigenden Energiepreise und der Mangel an Fachkräften im Mittelpunkt.

Im vergangenen Jahr fand die jährlich stattfindende Vierländertagung in der Schweiz statt. In diesem Jahr lud die Südtiroler Delegation die Verbandsspitzen der Schreiner- und Tischlerverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Südtirol zum Führungsaustausch nach Reischach (I) ein. Als Vertreterin und Vertreter des VSSM nahmen Zentralpräsident Thomas Iten, Vizepräsidentin Anita Luginbühl sowie Direktor Mario Fellner teil.

Nach wie vor gute Auftragslage

Ein Standardtraktandum war jeweils die Einschätzung in Bezug auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und die entsprechende Situation in den einzelnen Ländern, bevor über wichtige Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Energie und Bildung diskutiert wurde. In den Betrieben herrscht nach wie vor eine gute Auftragslage. Der Arbeitsvorrat reicht bis ins nächste Jahr. Die Aussichten für die kommenden Monate werden aber etwas getrübt. Es wird mit einer leichten Abkühlung gerechnet, denn im Zuge des Ukraine-Krieges und der damit ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen dürfte sich das Wachstum leicht abschwächen.

Energie ist ein grosses Thema

Eine weitere Herausforderung stellen die steigenden Energiekosten dar. Der drohende Mangel an Gas und der stark ansteigende Preis an der Strombörse zwingen die Regierungen zur Ausarbeitung von Entlastungsmassnahmen für die Wirtschaft und die Bevölkerung. Die einzelnen Verbände rufen ihre Mitglieder dazu auf, Energie zu sparen und auf die Verschwendung von Energie zu achten. «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht», lautete der Tenor.

Fachkräftemangel allenorts

Ein weiteres wichtiges Thema für die Verbände ist die Sicherung von guten Fachkräften. Dabei gilt es vor allem die ausgebildeten Schreinerinnen und Schreiner in der Branche zu halten. Dazu braucht es zeitgemässe Arbeitsmodelle und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Hier wollen die Verbände mit Informationen und Angeboten ihre Mitgliedsbetriebe unterstützen. Beim Essen wurde der Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre fortgesetzt. Themen für das nächste Treffen bei den Berufskollegen in Österreich sind vorgemerkt.

www.vssm.ch

SZ

Veröffentlichung: 22. September 2022 / Ausgabe 38/2022

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