In fünf Tagen zum eigenen Slalomboard

Die Lernenden haben im Campus nicht nur ihr eigenes Slalomboard gestaltet, sondern auch tolle Kontakte geknüpft.

Campus 15.  Skizzieren, Farbe aufsprühen, Rollen und Griptape montieren – im diesjährigen Campus konnten Schreinerlernende mithilfe von Experten ihr individuelles Slalomboard produzieren. Sybille Stoller, Praktikantin Berufsbildung beim VSSM, berichtet über die spannende Arbeitswoche.

Skaten verbindet Lifestyle und Sport. Eine Kombination, die auch Schreinerlernende begeistert. Im diesjährigen Campus produzierten junge Schreinerinnen und Schreiner aus unterschiedlichen Lehrjahren und Regionen ihr individuelles Slalomboard. Innerhalb von fünf Tagen erhielten sie einen Einblick in die Welt der wendigen Slalom-bretter und wurden von Fachleuten über die verschiedenen Gestaltungselemente und Herstellungsprozesse informiert. Mit dem neuen Wissen konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Slalomboard produzieren und gestalten.

So entsteht ein Slalomboard

Bevor sich die jungen Berufsleute an die Produktion machen konnten, war am ersten Campus-Tag ein Besuch bei der Firma Borm AG in Schwyz angesagt, wo es erste Instruktionen gab. Danach wurde ein Teil der Lernenden durch Andreas Wyss, Projektmanager der Firma Borm, in die Welt des CAD-Zeichnens eingeführt. Nach ersten Versuchen konnten die Lernenden bereits die individuelle Kontur des eigenen Slalomboards gestalten. Die Lernenden der anderen Gruppe widmeten sich dem Design der Unterseite des Slalomboards und skizzierte ihre Ideen auf Papier. Nachdem beide Gruppen viele Eindrücke gesammelt hatten, wurden sie auf den Bürgenstock transportiert, wo die Besichtigung der Höheren Fachschule Bürgenstock stattfand.

Am zweiten Tag standen wieder Schleifarbeiten auf dem Programm. Anschliessend folgte eine spannende CNC-Vorführung durch Erich Amgwerd, CNC-Spezialist an der HF Bürgenstock. Er hatte die Bretter jedes Teilnehmers bereits gefräst.

Danach wurde den Lernenden durch Chris Hart die Welt des Skateboardens nähergebracht. In einer gut gelaunten Runde berichtete er über sein Leben als Profiskater und seine Erfahrungen im Skateboardbau.

Am Mittwoch stand zur Erholung eine kleine Wanderung zum Hammetschwand-Lift an, der die Lernenden zu einem atemberaubenden Ausblick und einem feinen Essen brachte. Nach dem Geniessen des schönen Panoramas ging es wieder zurück an die Arbeit. Am Donnerstag wurden an den Slalomboards die Lackarbeiten ausgeführt sowie Griptapes und Rollen angebracht. Nach diesen Arbeiten konnten endlich die eigenen Werke ausprobiert werden.

Die Mitglieder der Campus-Gruppe und die Gäste bewerteten danach die tollen Bretter, und Sandro Mächler, Projektleiter Grundbildung VSSM, prämierte die Werke bei einem kleinen Apéro. Gewonnen hat Andrea Schmid, Platz 2 ging an Lorenz Munz und Platz 3 an Muriel Rogger.

SiS

Veröffentlichung: 03. September 2015 / Ausgabe 36/2015

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