Fusion biegt in die Schlussgerade ein

Präsident Beat Fankhauser informiert über den Zusammenschluss der Sektionen. Bild: Tanja Glanzmann

Sektion BERn.  Die Berner Schreinerinnen und Schreiner wollen ihren Verband reorganisieren. Kernstück ist eine Fusion der fünf Regionalsektionen zum Kantonalverband. An einer ausserordentlichen Generalversammlung wurden nun die Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Schreinermeisterverband Kanton Bern (SKB) befindet sich mitten in einer umfassenden Reorganisation. Zentral dabei sind die geplante Fusion der fünf Regionalsektionen, die Vereinheitlichung der Mitgliederbeiträge und ein erstes gemeinsames Budget für 2027. Wie SKB-Präsident Beat Fankhauser an einer ausserordentlichen Generalversammlung Anfang vergangener Woche bei der Firma Michel + Jenni in Belp informierte, hat sich der Vorstand in den vergangenen Monaten intensiv mit den organisatorischen und rechtlichen Grundlagen auseinandergesetzt. Nebst der Überarbeitung der Statuten und verschiedener Reglemente wurden auch die künftigen Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden ausgearbeitet.

Ein entscheidender Meilenstein steht im Frühling 2027 bevor. An den Versammlungen der fünf Regionalsektionen werden die Mitglieder über den Fusionsvertrag abstimmen. Dafür ist eine hohe Stimmbeteiligung erforderlich: Mindestens zwei Drittel der Aktivmitglieder müssen anwesend sein, wobei drei Viertel der Stimmen für die Fusion benötigt werden. Der Präsident appellierte deshalb an die Mitglieder, diesen wichtigen Schritt aktiv mitzugestalten.

Neue Beitragsstruktur ohne Mehrkosten

Im Hinblick auf die Fusion werden die Mitgliederbeiträge bereits per 1. Januar 2027 vereinheitlicht. Die Gesamtbelastung der Mitgliedsbetriebe bleibt dabei unverändert. Um die Defizite der vergangenen Jahre auszugleichen, wird der Sektionsbeitrag erhöht. Neu wird zudem ein separater Beitrag für das Bildungswesen erhoben, während der bisherige Sonderbeitrag bestehen bleibt. Gleichzeitig entfallen die Beiträge an die Regionalsektionen. Insgesamt handelt es sich somit um eine Neuverteilung der bisherigen Beiträge, ohne dass die Mitgliedsbetriebe zusätzlich belastet werden. Die neue Beitragsstruktur wurde einstimmig genehmigt.

Erstes gemeinsames Budget im Plus

Eine erfreuliche Nachricht konnte Kassier Heinz Hubacher präsentieren. Das erste gemeinsame Budget für 2027 sieht einen Gewinn von knapp 25 000 Franken vor. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil im kommenden Jahr erhebliche einmalige Reorganisationskosten anfallen. Allein für die Fusion und die damit verbundenen organisatorischen Anpassungen sind 75 000 Franken vorgesehen. Hinzu kommt der ausserordentliche Aufwand für die Schliessung des Kursstandorts Langenthal (50 000 Franken).

Während für die Sektion ein kleiner Verlust von rund 5700 Franken budgetiert ist, wird im Bildungswesen ein Überschuss von rund 30 650 Franken erwartet. Insgesamt präsentiert sich die finanzielle Ausgangslage somit solide. Die Mitglieder genehmigten das Budget 2027 einstimmig.

Bildungszentrum Lützelflüh auf Kurs

Auch beim geplanten Bildungszentrum Holz Lützelflüh (BHL) schreiten die Arbeiten voran. Das Ende Juni eingereichte Baugesuch wurde kürzlich mit weiteren Unterlagen ergänzt. Die Bauprofile sind bereits aufgestellt, die Baupublikation wird demnächst erwartet.

Mit der geplanten Fusion und der Vereinheitlichung der Strukturen steht der SKB vor einem wegweisenden Jahr. Nun liegt es an den Mitgliedern, an den Versammlungen der Regionalsektionen im Frühling 2027 den entscheidenden Schritt in eine gemeinsame Zukunft zu ermöglichen.

www.berner-schreiner.ch

Tanja Glanzmann, VSSM Bern

Veröffentlichung: 05. November 2026 / Ausgabe 45/2026

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