Gewichtsklasse Leichtgewicht


Der Slotter und weitere Wettbewerbsobjekte im Ausstellungsraum der Berufsschule Lenzburg. Bild: Peter Graf


Der Slotter und weitere Wettbewerbsobjekte im Ausstellungsraum der Berufsschule Lenzburg. Bild: Peter Graf
Kreativ. Der Slotter von Benjamin Plüss aus Küttigen wirkt nicht nur leicht, er ist es auch. Zudem sieht das Spiel auf den ersten Blick einfacher aus, als es ist. Mit seiner Arbeit hat sich Benjamin am Aargauer Lehrlingswettbewerb den Gesamtsieg gesichert.
Das Ziel ist es, eine bestimmte Anzahl Plättchen durch das Drehen von fünf unterschiedlich grossen Rädern nach unten zu befördern. Slotter ist ein strategisches Spiel für zwei bis vier Spieler. Benjamin Plüss hat für den aargauischen Lehrlingswettbewerb einen solchen Slotter gebaut und damit prompt den Gesamtsieg geholt.
Wie bei einigen Kampfsportarten war das Gewicht und nicht die Grösse beim Wettbewerb die Teilnahmevoraussetzung. So musste die Arbeit leichter als 20 kg sein. Die Lernenden legten sich mächtig ins Zeug und schafften mithilfe von leichten Materialien über 50 Unikate, die durch einfache Bedienung und geringes Gewicht überzeugten. Benjamin hat schon mehrere Spiele selbst hergestellt und wusste deshalb schnell, was er konstruieren wollte. «Das Grundgerüst besteht aus massiver Esche und die Räder aus Leichtbauplatten mit Esche furniert. Die Plättchen sind aus Spanholzplatten gemacht und ebenfalls furniert. Die grösste Herausforderung an der Arbeit war, dass die Räder reibungslos laufen und richtig zusammenspielen», erzählt der Lernende bei der Brogle AG in Küttigen. Benjamins Lehrbetrieb durfte sich gleich doppelt freuen. Denn neben Benjamin gewann mit Etienne Röthlisberger ein weiterer Lernender der Firma. Etienne sicherte sich den Konsumentenpreis mit einem geflochtenen Würfel, der an vier Stahlseilen hängt. «Ich habe mich für den schwebenden Würfel entschieden, weil beim Leichtbau nicht nur das Gewicht zählt, sondern auch, dass das Objekt optisch leicht wirkt», so Etienne. ms
Veröffentlichung: 04. Dezember 2014 / Ausgabe 49/2014
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