Gold für den Schreiner

Lars Rösti auf dem Leaderthron im Zielraum. Bild: Swiss-Ski

Skisport. Vergangene Woche ging die Ski Alpin Junioren-Weltmeisterschaft in Italien über die Bühne. Ganz oben auf dem Treppchen der Königsdisziplin Abfahrt kam ein Schweizer Schreiner zu stehen.

Lars Rösti hat sich vergangene Woche an der alpinen Junioren-Ski-Weltmeisterschaft in der Königsdisziplin Abfahrt die Goldmedaille geholt. Der gelernte Schreiner startete im italienischen Val di Fassa als einer der Favoriten – und wurde dieser Rolle gerecht. «Wenn man unter Druck ist und die erhoffte Leistung abrufen kann, ist ein Erfolg umso schöner», sagte Rösti nach dem Rennen gegenüber den Medienvertretern. Dem Zweitplatzierten, dem Österreicher Julian Schütter, nahm Rösti zwölf Hundertstelsekunden ab.

Die Piste ist seine Heimat

Der Berner Oberländer wurde schon früh vom Skifieber angesteckt. Bereits als zweijähriger Knirps stand er auf der Piste. Im Winter verbrachte er jede freie Minute auf den Skis. Und die Voraussetzungen in seinem Heimatdorf St. Stephan waren für das Ausleben seiner Leidenschaft ideal. Nur einen Steinwurf von seinem Zuhause entfernt war der nächste Lift, der ihn mitten ins grosse Skigebiet Lenk führte. Nach Abschluss seiner Schreinerlehre bei der Boss und Schopfer AG (heute HolzArt AG) 2017 folgte der Aufstieg ins C-Kader von Swiss-Ski, und bereits ein Jahr darauf gewann er Bronze an der Junioren-WM in Davos. Dank des Siegs an der WM in Italien wird der 21-Jährige noch in dieser Saison zur Weltcuppremiere kommen. Als Titelhalter ist er im März in der Abfahrt am Weltcupfinale im Pyrenäen-Staat Andorra startberechtigt.

Ein ausführliches Portrait über Lars Rösti ist in der SchreinerZeitung 09/2018 erschienen.

ids

www.swiss-ski.ch

 

 

Veröffentlichung: 04. März 2019

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