Goldiger Österreicher Schreiner

Manfred Zink gelang an den World Skills eine Glanzleistung. Bild: World Skills

World Skills 2015.  Der österreichische Schreiner Manfred Zink zeigte an den World Skills in São Paulo in der Kategorie Möbelschreiner eine Spitzenleistung und holte sich Gold. Im Interview erzählt er von seiner Erfahrung an der vergangenen Berufsweltmeisterschaft.

Manfred Zink ist 21-jährig und kommt aus St. Jakob im Walde im Bundesland Steiermark. Er hat von 2009 bis 2013 eine vierjährige Ausbildung zum Schreiner absolviert.

schreinerzeitung: Manfred, herzliche Gratulation zur Goldmedaille. Hast du während des Wettkampfs realisiert, dass du so gut unterwegs bist?
manfred zink: Nein. Gerade am Anfang des Wettkampfes lief es mir nicht so gut. Ich hatte Probleme mit der Zeit und musste alles neu kalkulieren. Schliesslich brachte ich am letzten Tag innert vier Stunden Arbeiten durch, für die ich normalerweise die doppelte Zeit benötige.
Wie kamst du mit dem Tropenholz zurecht?
Das Holz war eigentlich kein Problem. Ich konnte zwar im Vorfeld nicht mit dem Wettkampfholz trainieren, aber mit ähnlichem, etwas weicherem Material.
Wann hast du mit dem Training für Brasilien begonnen?
Ich begann im Januar 2015 mit dem Training. Das heisst, ich habe grösstenteils an den Wochenenden intensiv trainiert. Die letzten fünf Wochen konnte ich auch einige Wochentage im Betrieb üben.
Was nimmst du von den World Skills mit auf deinen weiteren Weg?
Die gesamte Wettkampfvorbereitung mit meinem Experten Leo Moser war eine tolle Erfahrung. Zudem konnte ich während des Wettkampfs viele Leute aus anderen Ländern kennenlernen. Das habe ich sehr geschätzt.
Was sind deine Zukunftspläne?
Ich mache in den nächsten zehn Monaten die Meisterschule. Danach weiss ich noch nicht, was kommt. Ich könnte mir jedenfalls später einmal vorstellen, jemanden auf dem Weg an die Berufsweltmeisterschaft als Coach zu betreuen.

ms

Veröffentlichung: 01. Oktober 2015 / Ausgabe 40/2015

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