«Kein Kabelsalat mehr»

Sieben verschiedene Anschlüsse bietet der Charging Cube, inklusive einem Induktionsladegerät.

Lehrlingswettbewerb.  Beim diesjährigen Basler Lehrlingswettbewerb stachen ein Möbel mit Ladeanschlüssen für Smartphones und ein Wellenlamellenquader heraus. Sämtliche 13 zum Thema «medial-funktional» eingereichten Arbeiten überzeugten die Jury und wurden mit einem Preis belohnt.

In diesem Jahr lieferten alle Wettbewerbsteilnehmer hervorragende Arbeiten ab, weshalb der Jury die Bewertung sehr schwer fiel. Sie beschloss deshalb kurzerhand, zwei 1. Plätze und drei 2. Plätze zu prämieren. Die beiden besten gewannen eine Lamellomaschine. Aber auch die restlichen acht Teilnehmer gingen nicht leer aus und erhielten Preise von verschiedenen Sponsoren. Tobias Beck aus Riehen BS gewann in der Sektion Basel-Stadt. Der Lernende der Schreinerei Daniel Hettich AG in Riehen BS zeigte mit seiner Arbeit, wie vielseitig der Schreinerberuf sein kann. Auf die Frage, wie er auf seine Idee gekommen sei, antwortete der 17-Jährige: «Ich dachte beim Thema «medial-funktional» direkt an all die Elektronikgeräte, die wir heutzutage besitzen. Sofort fiel mir das Bild von dem riesigen Kabelsalat beim Aufladen von Smartphone, iPad, Laptop usw. ein.» Für den Wettbewerb entwarf Tobias deshalb einen Charging Cube. Dieser macht von aussen einen relativ unscheinbaren Eindruck. Hinter verschiedenen Druck- und Schiebvorrichtungen, die Tobias selbst entwickelte, befinden sich jedoch sieben verschiedene Ladeanschlüsse. Den 1. Platz in der Sektion Baselland gewann Fabian Trümpys Wellenlamellenquader. Dank einem ausgeklügelten Schliessmechanismus sieht Fabians Arbeit wie ein Kunstwerk aus. «Ich wollte mehr auf die Funktionalität als auf das Mediale eingehen», begründete der 28-Jährige seine Ideenwahl. «Die grösste Herausfordung war, dass die Lamellen beim Öffnen und Schliessen zusammenhielten. Ich musste nämlich 4 mm Abstand zwischen den einzelnen Teilen einberechnen, damit die heisse Luft der später eingebauten Stereoanlage abziehen kann», ergänzte der Lernende der Huber Design AG in Oberwil BL. Zum Lösen des Problems setzte Fabian eine T-Nut ein, in die eine Schraube der jeweils benachbarten Lamelle einhängt.

JK

Veröffentlichung: 01. Dezember 2016 / Ausgabe 48/2016

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