Markt und Politik gut im Auge behalten


Präsident Marc Herzog skizzierte die Lage auf dem Markt. Bild: Stefan Hilzinger


Präsident Marc Herzog skizzierte die Lage auf dem Markt. Bild: Stefan Hilzinger
Küche Schweiz. Zwar sind die Signale vom Markt und vom Weltgeschehen nicht nur positiv. Doch die Schweizer Küchenbauer sind über alles gesehen sehr stabil unterwegs. Dies war jedenfalls der Tenor an der 27. Generalversammlung von Küche Schweiz in Aarau.
Wie auch immer sich der Küchenmarkt entwickeln wird, zum Schluss seines Jahresrückblicks gab Küche-Schweiz-Präsident Marc Herzog einen Rat auf den Weg: «Verkaufen Sie Ihren Job fair!» Preiserhöhungen seien möglichst weiterzugeben. «Denn nur so bewahren wir uns die Freiheit, zu investieren.» Es sei wichtig, die politische und wirtschaftliche Entwicklung gut im Auge zu behalten. Alles in allem sei die Küchenbranche aber stabil unterwegs.
Gut 180 Mitglieder und Gäste waren am Freitag nach Aarau an die 27. Generalversammlung des Branchenverbands gekommen, auch um über die Jahresgeschäfte zu beraten. Rechnung und Budget gaben wie meist nicht viel zu reden und wurden von den Stimmberechtigten jeweils einstimmig gutgeheissen.
Erfreulich ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Zwar gab es einige Austritte zu verzeichnen, doch die Neueintritte kompensierten diese mehr als genug. Ende 2025 zählte Küche Schweiz 283 Mitglieder, ein Jahr davor waren es noch 266. Erfreulich präsentierte sich gemäss Geschäftsführer Rainer Klein auch die Beteiligung an den Anlässen. Insbesondere der Tag der Küchenneuheiten sei zum eigentlichen Hotspot und Treffpunkt der Küchen- und Zuliefererbranche geworden. Der Vorstand liebäugelte gar mit einer Verlängerung des Anlasses auf drei Tage, doch die Idee fand in einer Umfrage keine Mehrheit. So werden die nächsten zwei Tage der Küchenneuheiten am 23. und 24. Februar 2027 wiederum in Safenwil AG stattfinden.
Sandy Tschopp-Oppliger hört nach zweijähriger Vorstandstätigkeit aus beruflichen Gründen auf. Als neue Vertretung der Zulieferer wählte die Versammlung einstimmig Kevin Casanova. Er leitet den Vertrieb Objektgeschäft und Fachhandel bei der BSH Hausgeräte AG und hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Daniel Hofer, seit 2020 im Vorstand, und Präsident Marc Herzog wurden turnusgemäss wiedergewählt. Herzog ist seit elf Jahren im Vorstand und seit vier Jahren Präsident.
Einen personellen Wechsel gab es auch bei der Arbeitsgruppe (AG) Technik. Hier löst Adrian Fleischlin Rafael Duss ab, der 14 Jahre Mitglied der AG war. Beide arbeiten bei der Veriset AG. Etwas gar Unerfreuliches musste Yannick Schläpfer, der Präsident der AG Technik, berichten: Die Veröffentlichung des neuen Handbuches «Konzept Küche» verzögert sich. Seit einem Hackerangriff auf Rechner und Back-up am 4. März sind die Daten des Handbuches blockiert.
Ein Weckruf war das Referat von Werner von Allmen vom Swiss Excellence Forum zum Thema «Führung». Er rief unmissverständlich dazu auf, sich sofort mit künstlicher Intelligenz (KI) zu beschäftigen. Sie sei bereits jetzt eines der wichtigsten Werkzeuge in der Führung.
Anlässlich der Generalversammlung von Küche Schweiz in Aarau sind die Zertifikate für Küchenplanerinnen und Küchenplaner sowie Küchenverkäufer übergeben worden:
Küchenplaner/in Küche Schweiz/VSSM: Nicole Ammann, Aadorf; Mathis Arnold, Seedorf; Annsophie Gerber, Langnau im Emmental; Christian Graf, Thun; Jasmin Jegen, Serneus; Nihat Kizildere, Ettingen; Vanessa Krafczyk, Schlieren; Fahridin Kuljici, Lengwil; Doris Longhi, Cham; Anina Tschamper, Strengelbach; David Widmer, Schneisingen; Nadjn Wullschleger, Sursee.
Küchenverkauf: Dominik Braunwalder, Bazenheid; Yves Kocherhans, Kreuzlingen; Giovanni Rossetti, Effretikon; David Sharpe, Winterthur; Gabriel Zihlmann, Escholzmatt.
Veröffentlichung: 14. Mai 2026 / Ausgabe 20/2026
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