Medientipp: Die Möbelbranche im Kanton Aargau


Blick in die Tischschreinerei Oberle & Hauss AG, Döttingen, um 1930. Abgebildet in der Publikation "Möbelindustrie und -handel seit 1870". Bild: Museum Aargau/Schneider.


Blick in die Tischschreinerei Oberle & Hauss AG, Döttingen, um 1930. Abgebildet in der Publikation "Möbelindustrie und -handel seit 1870". Bild: Museum Aargau/Schneider.
In «Möbelindustrie und -handel seit 1870» von Museum Aargau wird die Erfolgsgeschichte der Aargauer Möbelbranche aufgezeigt. Portätiert werden unter anderem 20 prägende Unternehmen. Zudem richtet das Buch seinen Blick auf jene Möbel, die den Alltag tatsächlich geprägt haben: unauffällig, funktional und von hoher handwerklicher Qualität.
Pfister, de Sede oder Thut: Der Aargau hat zahlreiche Möbelfirmen hervorgebracht, die über den Kanton hinaus Ausstrahlung hatten oder noch haben. Museum Aargau beleuchtet diese Erfolgsgeschichte mit dem jüngst vorgestellten Buch «Möbelindustrie und -handel seit 1870». Damit wird ein Kapitel Schweizer Kulturgeschichte sichtbar, das bislang wenig Beachtung fand – obwohl der Kanton Aargau ein bedeutender Standort von Möbelproduktion und -handel war. Regionale Werkstätten und später industriell organisierte Betriebe produzierten eine breite Palette an Möbeln: vom schlichten Bauernkasten über funktionale Schlafzimmer bis zu repräsentativen Esszimmern – und damit eine typisch schweizerische Wohnkultur.
Die Publikation des Basler Autors und Möbelhistorikers Dieter Pfister porträtiert unter anderem 20 prägende Firmen und erzählt spannende Geschichten dazu. Das Buch trägt programmatisch den Untertitel «Die Qualität des Unauffälligen» – und setzt bewusst einen Kontrapunkt zur vertrauten Erzählung der Designgeschichte. Denn während Designklassiker heute als Ikonen gefeiert werden, richtet das Buch den Blick auf jene Möbel, die den Alltag tatsächlich geprägt haben: unauffällig, funktional und von hoher handwerklicher Qualität.
Stefan Hilzinger
Dieter Pfister: «Möbelindustrie- und -handel seit 1870. Die Qualität des Unauffälligen», Museum Aargau (Hg.), NZZ Libro, 2026. 144 Seiten, 160 Abbildungen, 34 Fr. ISBN: 978-3-03980-055-1, erhältlich im Buchhandel sowie unter museumaargau.ch oder nzz-libro.ch.
Veröffentlichung: 03. Juli 2026
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