Nicht alle profitieren


Geschäftsführer Patrick Müller informierte die Teilnehmenden des Branchentreffs über die Dachkampagne des VSSM. Bild: Chantal Kunz


Geschäftsführer Patrick Müller informierte die Teilnehmenden des Branchentreffs über die Dachkampagne des VSSM. Bild: Chantal Kunz
SEktion Zürich. Die Abschaffung des Eigenmietwertes beschäftigt auch die Schreinerbranche. Welche Folgen die Gesetzesänderung hat, erfuhren die Teilnehmenden am Branchentreff des VSSM Zürich in Illnau.
Die Abschaffung des Eigenmietwertes ist beschlossene Sache. Das heisst aber auch, Eigentümer von Immobilien können ab nächstem Jahr keine Steuerabzüge mehr für Renovationen geltend machen.
Gewisse weitere Bestimmungen, wie die Besteuerung des Zweitwohnsitzes oder Steuerabzüge für Investitionen in nachhaltige Energie, seien noch nicht abschliessend definiert, machte Simon Schneider, Bereichsleiter Technik und Betriebswirtschaft beim VSSM, am Branchentreff des Schreinermeisterverbandes Kanton Zürich (SVZ) klar. «Wie in den meisten Fällen gibt es auch hier Gewinner und Verlierer», sagte Schneider. Klar profitieren würden Eigentümer von neuen Liegenschaften, Neuerwerber und ältere Personen, deren Hypothek mehrheitlich abbezahlt ist. Verlierer seien laut Schneider Eigentümer von sanierungsbedürftigen Immobilien.
Eine Prognose der ZKB Immobilien geht nicht von Beeinträchtigungen der Baubranche aus. «Gerade neue Immobilien können je nachdem lukrativ sein, da diese keine Investitionen in naher Zukunft bedingen.» Jedoch könne die Schere von Neubauten zu Sanierungsobjekten vergrössert werden. «In der Tendenz wird ein Gerät eher ersetzt als repariert, und Sanierungen könnten in Zukunft viel mehr gebündelt werden», sagte Schneider. Eine Sorge könnte Schwarzarbeit sein: «Früher hat man für den Steuerabzug eine Quittung benötigt – dies ist ab nächstem Jahr nicht mehr der Fall, da keine Abzüge mehr geltend gemacht werden können.»
Positiv kann jedoch sein, dass Eigentümer mehr Liquidität haben werden, da der Eigenmietwert nicht mehr versteuert werden muss. «Für mich ist wichtig, im Kopf zu haben, dass heute Dienstleistungen im Vordergrund stehen, nicht in erster Linie Produkte. Deshalb ist es wichtig, wie wir Schreiner uns verkaufen. Bieten wir mehr, als der Kunde erwartet, stehen die Chancen gut, dass der Kunde wieder zu uns kommt oder uns sogar weiterempfiehlt.» So können auch weiterhin genügend Aufträge im Bereich Umbauten oder auch Neubauten generiert werden.
www.schreiner-zh.chVeröffentlichung: 07. Mai 2026 / Ausgabe 19/2026
Sektion LUzern. Alle zwei Jahre öffnet ein verstecktes Bijou der Schweizer Schreiner seine Türen: Der Dächliturm mit seiner Turmstube in der Luzerner Museggmauer. Rund 350 Besucherinnen und Besucher stiegen die fast 70 Stufen hoch und bewunderten Handwerk und Alpenpanorama.
mehr
PaidPost. Mit der Weiterbildung zur Diplomierten Technikerin HF haben sich für Monika Keller neue Chancen aufgetan. Ihr Wissen bringt sie als Projektleiterin bei der Pendt AG ebenso weiter wie bei ihrem Teilzeitpensum als Berufsschullehrerin.
mehr