Pflege einer starken Gemeinschaft

Bilder: Monika Hurni

ISP.  150 Gäste haben vergangene Woche an der Herbstversammlung der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie teilgenommen. Im Hotel Krone im aargauischen Lenzburg profitierten sie von gebündelten Informationen aus ihrer Branche.

Informationen über neuste Techniken und die aktuelle Entwicklung der Branche, eine Präsentation moderner Arbeitsgeräte sowie genügend Zeit für einen Austausch mit Berufskollegen, dies das Rezept der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie (ISP), mit welchem diese jedes Jahr zahlreiche Gäste anlockt.

Politische Statements

Zu Beginn der Versammlung wurden die Vertreter der Parkettbranche sowohl von Präsident Bruno Durrer wie auch von Geschäftsführer Mark Teutsch zu aktivem Handeln aufgefordert. Durrer wies darauf hin, dass nach dem Gutheissen des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) nun dringend eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung eingereicht werden müsse. Es sei zwar paradox, doch zu diesem Zweck sei es notwendig, zufriedene Mitarbeiter in die Gewerkschaft zu treiben, betonte er. Teutsch sprach über die Problematik, dass vermehrt Keramik mit Holzoptik auf dem Markt anzutreffen sei. Beworben werde diese unter dem irreführenden Begriff Holzkeramik. Dies sei unlauterer Wettbewerb. «Dagegen müssen wir uns wehren, auch wenn wir dabei wohl mit Pfeil und Bogen auf Panzer schiessen.»

Imageschaden vermeiden

Unter dem Titel «Reinigung und Pflege von Parkettböden – es geht uns alle etwas an» zeigte Mark Teutsch die Wichtigkeit dieser Thematik auf. Häufige Fehler seien eine zu feuchte Reinigung des Bodens, falsche Reinigungsmittel oder eine zu hohe Auftragsmenge des Polish.

Um Schäden zu verhindern, sollte der Bauherr jeweils vor Ort über die richtige Pflege informiert werden. Empfehlenswert sei es, eine Demonstration der Reinigung gleich als Position in die Offerte aufzunehmen. Denn: «Wenn aufgrund falscher Reinigung und Pflege Schäden am Parkett entstehen, so erleidet die ganze Branche einen Imageschaden», sagt Teutsch. Als wertvolles Hilfsmittel für eine gute Beratung empfiehlt er die Merkblätter, welche auf der Internetseite der ISP zu finden sind.

Kuriose Fehlkonstruktionen

Nach der Mittagspause, in der sich die Fachleute an verschiedenen Ausstellungstischen wichtiger Lieferanten über die Neuheiten informieren konnten, zeigte Frank Radtke, Geschäftsführer der Radtke Messtechnik in Baar ZG, den Stand der Feuchtemesstechnik auf und sprach vom optimalen Mess-system, einer ergänzenden Kombination mit der Calciumcarbid-Methode (CM-Messung). Zum Abschluss der Veranstaltung referierte Beni Lysser, der ehemalige Geschäftsführer der ISP – «Ja, ab und zu kommen mir noch Arbeitstage in die Quere» –, zum Thema Expertisen. Er zeigte Beispiele von Fehlkonstruktionen auf und zitierte unter «Kurioses» folgende Rechtfertigung eines Parkettlegers: «Wir tragen immer extra wenig Leim auf, damit wir das Parkett leichter ersetzen können.»

www.parkett-verband.chwww.radtke-messtechnik.com

mh

Veröffentlichung: 05. Oktober 2017 / Ausgabe 40/2017

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