Qual der Wahl bei den vielen kreativen Modellen

Die Schreinerlernenden im dritten Lehrjahr des BWZ Sarnen posieren mit zwei der designten Tische. Bild: PD

Die Schreinerlernenden aus Ob- und Nidwalden durften für das neue Berufs- und Weiterbildungszentrum in Sarnen Tische entwerfen und herstellen. Umgesetzt wurde der Vorschlag von David Omlin und Florian von Atzigen.

Neue Räumlichkeiten und neue Sitzgelegenheiten: Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarnen wurde kürzlich erweitert. Zu den Neuerungen gehören individuell gestaltete Tische, die von den Schreinerlernenden aus Sarnen entwickelt wurden. «Es war eine grossartige Gelegenheit, die wir mit grosser Motivation angenommen haben», sagte Noah Schneeberger, ein Lernender im dritten Lehrjahr. Denn die Lernenden aller Lehrjahre erhielten in der Schule Zeit, um ihre Ideen für die Tische in Gruppen zu entwickeln. Die Planungsphase dauerte etwa drei Wochen. Danach folgte die Umsetzung, bei der alle Gruppen die Modelle ihrer Tische im Massstab 1:5 anfertigten. Hierfür hatten sie einen Nachmittag Zeit. Die Präsentation der Modelle fand vor Lernenden, Lehrkräften und der Schulleitung statt. Die Modelle wurden zudem zwei Wochen lang in der Schule ausgestellt. Währenddessen hatten alle die Möglichkeit, für ihr Lieblingsmodell abzustimmen. Selin Vogler, Schreinerlernende im dritten Lehrjahr, bemerkte: «Es war spannend, zu sehen, welche Ideen die anderen hatten.»

Die endgültige Entscheidung, welches Modell in die Produktion gehen würde, traf eine Jury. Es gewann der Vorschlag von David Omlin und Florian von Atzigen. «Es ist ein grossartiges Gefühl, zu wissen, dass unser Tisch bald produziert wird», sagten sie stolz.

Mit Schlitz-Zapfen-Verbindungen

Die Lernenden des ersten bis dritten Lehrjahres organisierten die Produktion. Pascal Frank sagte: «Die Arbeitsschritte waren klar und für uns Lernende im dritten Lehrjahr kein Problem.» Die Tischbeine wurden aus massiver Eiche gehobelt, geschliffen und mit Schlitz-Zapfen-Verbindungen versehen. Anschliessend erfolgte die Überblattung für die Beine, gefolgt von Verputzarbeiten und einer Oberflächenbehandlung mit natürlichem Öl. Die Tischplatten wurden aus schwarzem CDF gefertigt und mit einer Fräse in Form gebracht, was eine Herausforderung darstellte. Schliesslich wurden die Tischplatten mit den Beinen montiert. Tanja Fankhauser erklärte: «Die Schulleitung und Lehrpersonen sind sehr stolz auf uns Schreinerlernende, welche die Tische in Top-Qualität hergestellt haben.» Auch die Lernenden selbst blicken mit Stolz auf ihr Werk. Ihr Dank geht an den VSSM Unterwalden und die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz für die Unterstützung sowie an die Schule für die Realisierungsmöglichkeit. «Es hat uns Freude bereitet, die Tische herzustellen. Wir würden gerne weitere solche Aufgaben übernehmen», meinte Hiroki Ming.

Dunja Durrer, Schreinerlernende BWZ Obwalden

www.schreiner-unterwalden.ch

Veröffentlichung: 05. Oktober 2023 / Ausgabe 40/2023

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