Reges Interesse am Schreinerberuf

Aufmerksam verfolgen die Teilnehmenden in Oberohringen die Instruktionen an der Säge. Bild: Chantal Kunz

SEktion Zürich.  Der Zürcher Schreinermeisterverband hatte in den üK-Zentren Oberohringen und Opfikon-Glattbrugg zu Informationsnachmittagen eingeladen. Gut 60 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Hobelmaschine, Säge und Co. näher kennenzulernen.

Die Berufsmesse in Zürich scheint Wirkung zu zeigen, denn jeweils gut 30 Schülerinnen und Schüler wollten vor Kurzem an den Informationsnachmittagen in den Ausbildungszentren Oberohringen und Opfikon-Glattbrugg einen Einblick in den Schreinerberuf erhalten. In Oberohringen bei Winterthur erklärten die Kursleiter Martin Herzig und Pascal Messmer gleich zu Beginn die Grundlagen der Ausbildung. Handwerkliches Geschick sei eine grosse Voraussetzung für eine solche Lehre. Jedoch seien auch das Interesse sowie räumliches Vorstellungsvermögen unabdingbar. Nach dem Theorieteil ging es weiter in die Werkstatt. Dort teilten sich die Jugendlichen in zwei Gruppen auf. Alle stellten aus einem rohen Holzbrett einen Stifthalter her. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie die Rohlinge in die Schreinerei kommen, um welches Holz es sich handelt und welche Grundlagen die wichtigsten sind, wenn man mit Maschinen arbeitet. «Gehör- und Augenschutz sind wichtige Utensilien in unserem Beruf. Und dann natürlich unsere Finger. Deshalb geben wir immer darauf Acht, dass diese nicht in eine Säge gelangen», schärften die Betreuer ein. Die Anweisungen befolgten die Schüler genau und freuten sich, dass sie gleich selbst Holz in die Hände nehmen durften und an der Hobel-, Schleif- und Kehlmaschine nach dem Reissen unter Anleitung den Stifthalter herstellen konnten. An der Bohrmaschine wurden dann die Löcher gebohrt, und im CNC-Raum konnten alle ihren Namen einfräsen lassen.

Vom Hobel bis zur CNC

Praktisch ging es auch im üK-Zentrum Opfikon-Glattbrugg zu und her. Peter Reimann, Mike Bircher, Marco Hischier und Silvia Stierli hatten dort alles bestens vorbereitet. In zwei Gruppen verbrachten die Schülerinnen und Schüler den Nachmittag rund ums Holz. Die eine Hälfte startete mit einem Theorieteil, die andere legte gleich selbst Hand an, indem jeder selbst ein Zopfbrett fertigen konnte: «So sehen sie am besten, ob die Arbeit mit dem Holz und den Maschinen etwas für sie ist oder nicht», erklärte Mike Bircher.

Mit der Herstellung eines Zopfbrettes konnten die Schülerinnen und Schüler selbst den Umgang mit der Hobelmaschine, der Tischkreissäge sowie der Kehl- und Schleifmaschine erleben. Vorbereitet war ein Brett aus Kiefernholz. Dieses liessen die jungen Leute als Erstes durch die Hobelmaschine. Schon da waren einige Augen gross vor Staunen. Anschliessend konnten sie unter Anleitung den aufgezeichneten Umriss des Zopfbrettes mit der Bandsäge aussägen, was viel Sorgfalt verlangte. Weiter ging es an der Kehl- und Schleifmaschine. Zum Schluss schliffen und ölten die Schülerinnen und Schüler das Zopfbrett von Hand. Dadurch bekamen die Teilnehmenden einen Eindruck von der Bandbreite der Arbeiten, die der Schreinerberuf mit sich bringt.

www.schreiner-zh.ch

Chantal Kunz, VSSM Zürich

Veröffentlichung: 22. Januar 2026 / Ausgabe 4/2026

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