Relaxen nach Schreinerart

Stolz präsentiert Robin sein Werk mit dem schlichten Titel «simply two». Bild: VSSM Luzern

Lehrlingswettbewerb.  47 Luzerner Schreinerlernende feilten rund eineinhalb Jahre an ihren Ideen und Designs für den diesjährigen Art-in-Wood-Wettbewerb. Am 22. April wurden zum Auftakt der zweiwöchigen Ausstellung die Sieger bekanntgegeben.

Alles begann im November 2014, als die Wettbewerbskommission mit der Bekanntgabe des Themas «Relax» den Wettbewerb für das Jahr 2016 eröffnete. Und nach der einjährigen Planungsphase begannen einige der Schreinerlernenden bereits um die Festtage Ende 2015 mit der Produktion.

Schachmatt

Bei der Prämierung lieferten sich die Teilnehmenden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Qualität und Kreativität der Stücke waren auf so hohem Niveau, dass der Jury die Entscheidung schwerfiel. Robin Kälin aus Ermensee LU hiess am Ende der glückliche Sieger. Der 19-Jährige kreierte ein von unten mit LED-Lampen beleuchtetes Schachbrett. Dieses integrierte er in eine Box aus Riegelahorn und platzierte es auf einem Sockel aus Eichenholz. Die beiden Hocker dazu waren die grösste Herausforderung, wie er verriet. Ganze 85 Stunden seiner Freizeit investierte Robin, damit die Hocker die erforderliche Stabilität erhielten. Für das ganze Möbel-Trio benötigte er insgesamt 210 Stunden ohne Planung und Dokumentation. Das fertige Werk lädt nun förmlich zu einer Schachpartie ein und ist ein voller Erfolg für den Lernenden der Furrer Küchen AG in Schongau LU. Mit nur 0,8 Bewertungspunkten Abstand folgte ihm Florin Stettler aus Luzern. Der 24-Jährige präsentierte einen eleganten Schreibtisch, den er kurzerhand mit dem Namen «Forra», eine kleine Ortschaft in Norwegen, betitelte. Seinen Podestplatz teilte er mit Jonas Ottiger aus Buttisholz LU. Mit seiner Fernsehmöbelkreation «Mare» gelangte der 19-Jährige nämlich ebenfalls auf Platz zwei. Über den dritten Platz freute sich Florian Rupp aus Hergiswil bei Willisau LU mit seinem einladenden Relaxsessel «Free time». Die Symmetrie der zahlreichen Leisten hinzubekommen, sei am schwierigsten gewesen, sagte Rupp im Interview.

bit.ly/art-in-wood-2016

JK

Veröffentlichung: 05. Mai 2016 / Ausgabe 18/2016

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