Schreinermomente

Die Inneneinrichtung aus Eiche verleiht dem Coiffeursalon sein einladendes Ambiente. Bilder: Schreinerei Rufener

Simon Haldi kommt aus Zweisimmen BE, ist 19 Jahre alt und absolviert gleichenorts das 4. Lehrjahr bei der Schreinerei Rufener.

Welche Arbeit bleibt dir besonders in Erinnerung?
Da fallen mir zwei Arbeiten ein. Die erste konnte ich am Ende meines zweiten Lehrjahrs umsetzen. Es handelte sich um ein Buffetmöbel aus massivem Fichtenholz. Ausserdem war es noch im traditionellen Stil. Zum Beispiel hatte das Möbel gestemmte Türen mit abgeplatteten Füllungen. Ebenfalls sehr spannend fand ich den Innenausbau für einen Coiffeursalon, den wir vor Kurzem beendeten. Ich fertigte dort zusammen mit einem weiteren Lernenden verschiedene Möbel aus furnierten Eichenplatten an. Beispielsweise bauten wir die Garderobe, Regale und die Ablagen für die einzelnen Arbeitsplätze.
Wo lag bei der Produktion die Herausforderung?
Es gab sicherlich bei beiden Aufträgen kleine Hürden zu überwinden, allerdings nichts Besonderes. In den eineinhalb Jahren, die seit dem Auftrag für das Buffetmöbel vergangen sind, habe ich natürlich auch mehr praktische Erfahrung sammeln können. Ich weiss besser, wie ich mit Schwierigkeiten umgehen muss, um sie zu meistern.
Woran arbeitest du zurzeit?
Im Moment beende ich noch einen Fensterrahmen, ebenfalls aus massivem Fichtenholz. Lediglich die Lackierung fehlt noch. Danach wird ein Fixglas eingesetzt, wodurch das nicht öffenbare Fenster für ein Campinghaus fertig sein wird. Da ich die für diesen Auftrag notwendigen Arbeitsabläufe bereits kannte, war es keine grosse Herausforderung. Auch wenn wir eigentlich eher selten Fensterrahmen anfertigen.
Von welchem Auftrag träumst du?
Ich möchte gerne vermehrt mit Massivholz arbeiten. Egal ob für einen Kunden oder für mich. Einen grösseren Auftrag, bei dem traditionelle und moderne Arbeit zusammenkommen, würde ich unheimlich gerne umsetzen. Ich liebe Arbeiten, bei denen nicht alles mit Maschinen gemacht werden kann, sondern auch die Handarbeit noch eine Rolle spielt.

JK

Veröffentlichung: 01. Dezember 2016 / Ausgabe 48/2016

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