Schreinermomente


Tim Feusi an seiner aktuellen Aufgabe, einem Schiebetürenschrank. Bild: Basil Roos


Tim Feusi an seiner aktuellen Aufgabe, einem Schiebetürenschrank. Bild: Basil Roos
Tim Feusi aus Horgen ZH ist 18 Jahre alt und im dritten Lehrjahr in der Lehrwerkstätte Zürich LWZ.
Warum machst du deine Lehre in der LWZ?
Ich war am Infotag und merkte schnell, hier will ich die Lehre machen. Der Maschinenpark ist sehr umfassend und modern und man hat ein sehr breites Spektrum an Aufgaben. Die Lernenden werden gut eingeschult und haben Zeit für alles. Es herrscht kein Profitdruck.
Welche Aufgabe ist dir besonders geblieben?
Vor etwa drei Wochen ging ich mit einem externen Monteur ein «kleines Fenster» reparieren. Als wir dort ankamen, war das Fenster allerdings nicht klein, sondern zwei mal zwei Meter gross mit Doppelverglasung, also an die 100 Kilogramm schwer. Das war zu zweit kaum zu machen. Und dann auch noch direkt an einer Treppe. Die Kundin stand nie mehr als zwei Meter von uns weg und schaute genau, dass nichts zerkratzt wird. Wir haben es dann zu zweit hingekriegt, aber haben schwer geschuftet.
Woran arbeitest du gerade?
An einem Schiebetürenschrank. Ich habe letzte Woche den Auftrag bekommen. Sofort habe ich angefangen zu programmieren, damit ich die Teile mit der CNC zuschneiden konnte. Jetzt bin ich am Zusammenbauen. Die Schiebetüren müssen wir noch fräsen, weil es ein spezielles System ist. Der Schrank muss allerdings zuerst stehen, damit wir die Türen fräsen können. Alles muss genau passen, daher ist es eher einer der komplexeren Aufträge.
Was wäre dein Traumprojekt?
Das absolute Traumziel wäre, mit meinem Bruder eine Bude aufzumachen, die Jachten designt. Mein Bruder und ich sind absolute Jacht-Freaks. Er ist Bauzeichner und zeichnet schon seit klein auf Jachten von aussen. Mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit mache ich nach der Schreinerlehre ein Industrial-Design-Studium an einer Fachhochschule. Mein Bruder könnte die Jachten später von aussen designen und ich das Interieur.
Veröffentlichung: 09. August 2018 / Ausgabe 32-33/2018
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