Schreinermomente


Gregor Keusch liess sich von seinem Werklehrer inspirieren und will später auch Lehrer werden. Bild: Ruepp Schreinerei AG


Gregor Keusch liess sich von seinem Werklehrer inspirieren und will später auch Lehrer werden. Bild: Ruepp Schreinerei AG
Gregor Keusch aus Zufikon im Kanton Aargau ist 18 Jahre alt und befindet sich im vierten Lehrjahr bei der Ruepp Schreinerei AG im aargauischen Sarmenstorf.
Wir hatten einen guten Werklehrer in der Sekundarschule und konnten im Unterricht viel machen. Einmal haben wir zum Beispiel ein furniertes Möbel hergestellt. Der Werklehrer war früher auch Schreiner. Im Werkunterricht habe ich gerne und scheinbar gut gearbeitet. Der Lehrer sagte, ich solle doch mal bei einer Schreinerei schnuppern gehen. Ausserdem ist mein Vater Orgelbauer, und er zeigte mir auch einige Sachen.
Ich durfte für einen grossen Auftrag Decken- und Wandelemente mit Nussbaum furnieren. Das hat mir Spass gemacht. Ein Teil wurde zu Riemen aufgeschnitten, weiterverarbeitet und aufgeleimt. Das war recht anspruchsvoll und eine schöne Arbeit. Das Ergebnis kam dann ins Tessin, nach Ascona in eine Villa.
Im Moment bin ich mit einer Musterfront aus Kirsche mit einem Nussbaumfilet beschäftigt. Wahrscheinlich ein Kundenmuster. Ich musste heute beim Holzzuschnitt schon ein bisschen schauen, dass alles übereinstimmt. Es ist anspruchsvoll, die Stücke zuzuschneiden. Auch auf Gehrung zu schneiden, finde ich anspruchsvoll. Dabei muss ich schon etwas aufpassen, dass ich keine Fehler mache.
Wegen des am Anfang erwähnten Lehrers habe ich mir gedacht, ich könnte doch auch Werklehrer werden. Also lerne ich erst einmal Schreiner, damit ich eine gute Basis habe. Werklehrer braucht es heute leider nicht mehr so viele. Also bin ich auf Primarlehrer gekommen. Nächstes Jahr will ich die Berufsmaturität machen und dann weiterschauen. Um Primarlehrer zu werden, müsste ich dann an die Pädagogische Hochschule.
www.rueppschreinereiag.chVeröffentlichung: 10. Januar 2019 / Ausgabe 1-2/2019
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