Sie präsentieren eine solide Designwirtschaft

Die Stabelle «Öhi» wurde in der Kategorie Young Professionals nominiert. Bild: Designpreis Schweiz

Nominationen. Der Designpreis Schweiz hat es im Jubiläumsjahr spannend gemacht. In drei Tranchen gab die Jury die 36 nominierten Projekte bekannt. In den neun Kategorien finden sich auch Projekte aus Holz.

Der Designpreis Schweiz hat dieses Jahr ein Jubiläum zu feiern: Seit 30 Jahren krönt er die schönsten Designs in diversen Kategorien, darunter auch Furniture (Möbel). Um die Spannung hoch zu halten, präsentierte die Jury die 36 nominierten Projekte gestaffelt in drei Serien über drei Wochen. Die Organisatoren zeigen sich in einer Mitteilung über die 21. Edition zufrieden: «Sie präsentiert eine solide Designwirtschaft, die keine durch die Pandemie verursachten Schwächen erkennen lässt.» Mit insgesamt 296 Wettbewerbsbeiträgen verzeichnet der Preis einen Anstieg der Eingaben um mehr als 10 Prozent.

Branche im Auf- und Umbruch

Alle Nominierten der neun Kategorien werden erstmals auch mit einem Kurzfilm vorgestellt. Unter ihnen finden sich auch ein paar hölzerne Projekte. In der Möbelkategorie sei zu spüren, dass die Branche im Auf- und Umbruch sei, schreiben die Juroren. Alle Projekte würden Antworten auf spezifische, neuartige Nutzerbedürfnisse geben. «Sie zeigen Wege auf, wie Möbel zukunftsweisende Lösungen anbieten können, wenn sie in einem grösseren räumlichen Kontext und als Antwort auf soziale Herausforderungen gedacht und entwickelt werden.»

So auch der Bausatz der Lernwabe der Firma Planidee aus Winterthur. Diese bietet im betriebsamen Schul- und Arbeitsalltag einen Rückzugsort und hilft bei engen Platzverhältnissen zusätzliche Arbeitsfläche zu schaffen, indem sie übereinandergestapelt wird. Oder die Stabelle «Öhi» des jungen Berner Designers Marc Gerber, die in der Kategorie «Young Professionals» nominiert wurde. Der Stuhl überzeuge durch die Zweiteilung von Sitzfläche und Rückenlehne. Beide bestehen aus zwei zueinander leicht angewinkelten Vollholzbrettern, die einerseits die Erscheinung der Stabelle markant verändert und andererseits den Sitzkomfort verbessern soll. Die Wyttenbach Schreinerei AG aus Bern hat den Prototypen hergestellt.

Wer sich den Sieg holen wird, zeigt sich am 5. November in Langenthal BE, wo die Preisverleihung über die Bühne gehen wird.

Isabelle Spengler

www.designpreis.ch

Veröffentlichung: 22. September 2021

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