Sven Bürki gewinnt erneut

Präzisionsarbeit am Rahmenfragment: Sven Bürki zeigte wieder die beste Leistung. Bild: VSSM

Schweizer Nati. Der Jungschreiner Sven Bürki aus Lanzenneunforn hat nach dem zweiten auch den dritten Wettkampf bei der Schweizer Meisterschaft der Schreiner für sich entscheiden können. Der Thurgauer geht somit definitiv als Favorit ins Rennen um den Schweizer Meistertitel.

Im September fand in Sion der dritte und damit letzte Wettkampf der Schreiner-Nationalmannschaft vor der Schweizer Meisterschaft vom 3. bis 6. November statt. Gewonnen hat wie bereits beim zweiten Wettkampf Sven Bürki. Nach drei Wettkämpfen hat der Thurgauer damit die besten Voraussetzungen für einen Spitzenplatz an der Schweizer Meisterschaft, denn die gewonnenen Punkte aus den drei Wettkämpfen werden zu 20 Prozent angerechnet. Trotz der guten Ausgangslage behält Bürki beide Beine auf dem Boden: «An der Schweizer Meisterschaft reicht ein kleiner Schnitzer, und das dünne Polster ist weg. Vorsprung hin oder her, ich werde mein Bestes geben», sagte der bescheidene Gewinner. Der dritte Wettkampf sei anstrengend gewesen, und er habe Mühe mit der Konzentration gehabt. Als Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaft versuche er nun, mehrere Tage hintereinander zu trainieren und den kommenden Wettkampf zu simulieren.

Der zweite grosse Favorit für den Schweizer Meistertitel heisst Fabio Holenstein. Der St. Galler zeigte in Sion wiederum eine solide Leistung und wurde Zweiter. Er folgt in der Gesamtpunkteliste auf Bürki. Für eine Überraschung sorgte Noel Kipfer aus Kehrsatz. Der Berner, der es in den vorherigen Wettkämpfen nicht unter die besten fünf schaffte, holte sich – vor dem Waadtländer und dritten grossen Titelanwärter Jérémie Droz – Platz drei.

Effiziente und präzise Arbeit

Die acht Jungschreiner, Armin Zurfluh konnte aufgrund seiner Handverletzung nicht antreten, mussten am Samstag bei der Astori Frères SA in Sion innerhalb von sechs Stunden ein Rahmenfragment mit Rundbogen aus Kirschbaumholz anfertigen. Innerhalb des Rahmens galt es zudem ein Furnierbild herzustellen. Die Aufgabe war für die Schreinertalente technisch keine Herausforderung, aber der Zeitdruck machte ihnen zu schaffen. So schlichen sich bei allen kleine Fehler ein, und zwei Fragmente wurden nicht komplett fertig abgegeben. In der Nebendisziplin, dem Powerschreinern, mussten in möglichst kurzer Zeit Verbindungen mit verdeckten und normalen Zinken hergestellt werden. Léo Sutterlin aus Orsières VS gab sein Objekt nach neun Minuten als Erster ab. Aufgrund mangelhafter Präzision reichte es für ihn trotz schnellster Abgabe nur für den dritten Platz. Gewonnen hat Sven Bürki, Noel Kipfer wurde Zweiter.

ms

Veröffentlichung: 06. Oktober 2016 / Ausgabe 40/2016

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